Anton Matthias Sprickmann

Erzählungen und autobiografische Prosa

Cover: Erzählungen und autobiografische Prosa
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2005
ISBN 9783895284953
Gebunden, 164 Seiten, 14,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben und kommentiert von Jörg Löffler. Als Zeitgenosse von Goethe, Klinger und Lenz gehört Anton Matthias Sprickmann (1749-1833) zur Generation der Sturm-und-Drang-Schriftsteller, die in den 1770er Jahren der deutschen Literatur zu internationalem Ansehen verhalfen. Goethes Roman Die Leiden des jungen Werthers von 1774 gilt als der erste literarische ?Welterfolg? eines deutschen Autors. Die Erzählprosa seiner Zeitgenossen ist dagegen von der Forschung und vom Lesepublikum lange vernachlässigt worden. Dabei zeigt sich manche Tendenz dieser Aufbruchszeit deutlicher in den Erzählungen von Lenz oder Sprickmann als in Goethes exzeptionellem Roman. Die epische Kleinform kommt einem dichten, gedrängten Prosastil entgegen, der in Spannung und Effekt der Leitgattung der Epoche, dem Drama, kaum nachsteht. Wie bereits Goethes Werther zeichnet sich diese Prosa aber nicht nur durch Pathos und Intensität, sondern auch durch ironische Brechungen aus.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.11.2005

Kurz vorweg: Den fünf kurzen Erzählungen, die in diesem Band mit Schriften von Anton Matthias Sprickmann enthalten sind, kann Alexander Kosenina kaum etwas abgewinnen woran auch das seiner Meinung nach "bemüht" wirkende Vorwort mit seinen "diskurs- und psychoanalytischen" Interpretationen des Herausgebers nichts ändert. Die in dem Band ebenfalls enthaltene Autobiografie aber preist er als "höchst aufschlussreich". Nicht nur durch die Zeitgenossenschaft, sondern auch durch den darin beschriebenen Werdegang des Autors erinnert die Lebensbeschreibung an die Autobiografie von Karl Philipp Moritz, den "psychologischen Roman" "Anton Reiser", findet der Rezensent. Denn die "wichtigsten Stationen" dieses Schriftstellers des Sturm und Drang, der sich später nur noch der Juristerei widmete und heute fast vergessen ist, "ähneln" dem Leben von Moritz "frappierend", so Kosenina, der lobt, dass damit das "Bild von exemplarischen Lebensläufen" der Zeit an Kontur gewinnt.
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