Ambitionierte Radfahrer dürften staunen, welche Anfänge das uns so vertraute Fahrrad einmal genommen hat. Anton Dauls Buch schildert die Entwicklung des Drahtesels von Drais Laufrad über das Hochrad über seltsam abwegige Erfindungen wie das Dampf-Cycle oder Daimlers Reitwagen bis hin zu den Vorläufern unserer modernen Fahrräder und Mopeds. Von A wie Acetylen-Laterne bis Z wie Zweirad aus Glas reicht die Sammlung velozipedischer Antiquitäten. Ihren besonderen Reiz zieht die Darstellung aus der Fülle zeitgenössischer Abbildungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2013
Zum Jubijahr des Drahtesels 2017 wünscht sich Hans-Erhard Lessing bessere Lektüre als dieses rätselhafterweise wiederaufgelegte Zettelkastenrsultat aus dem Jahr 1906, das laut Rezensent nicht mal ansatzweise einer korrigierenden Durchsicht unterzogen wurde. Wieso auch, das Prinzip des Bandes hat Lessing schnell durchschaut: Skurrilität. Und ein Begriff, wie "pneumatischer Radkranz" für Fahrradreifen ist doch wohl höllisch skurril, oder? Die 14 Seiten des Büchleins, die sich oberflächlich zwar, doch immerhin, mit dem Titelthema befassen, hat Lessing rasch gelesen - und vergessen. Macht auch nichts, meint er.
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