Wenn ich deine Worte lese, finde ich den Weg zurück nach Hause
Briefe von Autor:innen im Exil |
Ullstein Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783550204500 Gebunden, 400 Seiten, 24,99
EUR
Klappentext
Ein Zuhause aus Worten: Briefe von Autor:innen im Exil"Schreib mir, Nino, weil ich jedes Mal, wenn ich deine Worte lese, den Rückweg nach Hause finde!" Mit diesen Worten wendet sich die syrische Dichterin Lina Atfah an Nino Haratischwili - und öffnet einen intimen Raum des Austauschs über Kindheit und Krieg, Erinnerung und verlorene Heimatorte. In den hier versammelten Briefwechseln aus dem Programm "Weiter Schreiben" erleben wir mit, wie sich zwischen Marica Bodrožić, Mithu Sanyal, Daniela Dröscher und Schriftsteller:innen im Exil über persönliche und politische Grenzen hinweg tiefe Verbindungen entwickeln. Diese Briefe über die dramatische Flucht aus Kabul oder die Ruinen Tbilissis sind mehr als Erinnerungen - sie sind literarische Zeitdokumente, in denen die persönlichen Schicksale mit weltpolitischen Ereignissen verwebt werden. Mit literarischen Beiträgen von Nino Haratischwili, Asal Dardan, Mithu Sanyal und Judith Hermann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2026
Rezensentin Eva Goldbach schmökert in dem von Annika Reich und Mirjam Wittig herausgegebenen Sammelband mit Korrespondenzen zwischen deutschen Schriftstellerinnen mit Autorinnen, die in ihrer Heimat verfolgt werden oder unter anderweitig schwierigen Bedingungen leben und arbeiten und unter Pseudonym schreiben. Judith Hermann, Katerina Polodjan, Daniela Dröscher und andere tasten sich vor in die Dunkelheit, in der Frauen in Afghanistan oder in Syrien leben müssen. Für Goldbach ist der Brief eine geeignete Form für solche Erkundungen von Heimat, weil er u.a. Gewaltauswirkungen anschaulich macht und zugleich einen Möglichkeitsraum öffnet. Die schwierige Übersetzungsarbeit für den Band ist Goldbach bewusst.
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