Mit Illustrationen von Henrike Wilson. Hieronymus hat ein Problem: Der höfliche Waschbär ist seinen Artgenossen zu zahm und wurde verstoßen. Als er deshalb in Lukis Vorgarten auftaucht und um Hilfe bittet, ist dieser sofort dabei. Hieronymus möchte wilder werden, und das könnte auch Luki nicht schaden. Dann würden die anderen Kinder aufhören, ihn Mamasöhnchen zu nennen. Doch was heißt das eigentlich - wild sein? Gurke essend auf dem Teppich zu liegen zählt ja wohl kaum. Ein Plan muss her! Die Suche nach der Wildheit führt in den Zoo, auf den Schulhof und bis in eine alte Telefonzelle. Dabei müssen Luki und Hieronymus nicht nur ganz schön viel Mut aufbringen und über sich selbst hinauswachsen, sie finden auch neue Freunde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2021
Annette Pehnts neues Kinderbuch sprengt Fridtjof Küchemanns Erwartungen. Denn die Geschichte um den kleinen, introvertierten und von seinen Mitschülern gehänselten Luki, dem eines Tages ein unglücklicher Waschbär namens Hieronymus mit ähnlichen Problemen über den Weg läuft, kommt ganz ohne "schlichte" verhaltenstherapeutische Tipps aus, versichert der Kritiker. Mit Witz und Einfühlungsvermögen schildere Pehnt stattdessen, wie Luki durch die Pflege des manierlichen Waschbären nicht nur über sich hinauswachse, sondern sich auch immer mehr Raum und Achtung erobere, fährt der Rezensent fort. Und auch die anderen Figuren dieses Buches halten einigen Überraschungen parat, schließt Küchemann.
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