Aus dem Schwedischen von Nina Hoyer. Ein Roman über das ungezähmte Leben von sieben Schwestern in den Weiten der Wildnis. Die sieben Töchter des Bärenjägers wachsen auf einem entlegenen Bauernhof in den finnischen Wäldern auf. Von ihrem Vater lernen sie, wie man Fallen aufstellt und in der Wildnis überlebt; in die Schule schickt er sie nicht. Als ihre Eltern sterben, beschließen die Schwestern, sich dem Zugriff der Behörden zu entziehen. Sie streunen durch die Wälder, sammeln Pilze und Waldfrüchte und handeln auf einem kleinen Markt mit Bärenfellen. Mit Zigaretten, Alkohol und derber Herzlichkeit halten sie einander warm. Doch wie lange werden sie, ganz auf sich allein gestellt, in der Wildnis bestehen - und welche Wege in eine andere Zukunft werden sie für sich entdecken?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2024
"Trostlos und doch außerordentlich spannend" findet Rezensent Stephan Opitz dieses Buch der Schwedin Anneli Jordahl: Die titelgebenden sieben Töchter verlieren ihren Vater, einen eindrucksvollen Jäger, und kurze Zeit darauf auch die Mutter und müssen sich nun alleine durchschlagen. Der Roman nimmt Bezug auf ein finnisches Buch, in dem die sieben Geschwister Brüder sind, verrät Opitz, aber ansonsten genauso marodierend und unbändig unterwegs wie die sieben Schwestern, die sich den Behörden entziehen, wilde Saufgelage veranstalten und sexuelle Eskapaden erleben. Das wird im Laufe des Textes immer märchenhafter, verrät der Kritiker, der gemeinsam mit den Mädchen lernen muss, dass der verehrte Vater gar nicht so ehrenwert war - ihr Lebensideal muss auf lange Sicht scheitern. Dennoch hat Opitz diesen Roman sehr gern gelesen.
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