Anne-Laure Bondoux

Von Schatten und Licht

(ab 14 Jahre)
Cover: Von Schatten und Licht
Carlsen Verlag, Hamburg 2016
ISBN 9783551556677
Gebunden, 352 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Maja von Vogel. Hama und Bo arbeiten in derselben Fabrik, und als sie sich begegnen, ist es die große Liebe. Obwohl sie sich nicht oft sehen - Hama steht tagsüber an ihrer Maschine, Bo arbeitet nachts -, erleben sie ein unbeschwertes Glück. Doch ein Unfall ändert alles und sie müssen aus der Stadt fliehen. Es beginnt eine abenteuerliche, lange Reise ins Unbekannte, mit seltsamen Begegnungen und unerwarteten Hindernissen. Und irgendwann müssen sich Hama und Bo fragen: Kann die Liebe auch dann bestehen, wenn der gemeinsame Weg immer steiniger wird, wenn die Schatten das Licht verdrängen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2016

Steffen Gnam kennt Anne-Laure Bondoux als feste Größe der internationalen Jugendliteraturszene. Bondouxs neues Buch ist für ihn eine Studie zum Verhalten des Einzelnen unter dem Eindruck gesellschaftlicher Konflikte. Symbolisch erzählt ihm die Autorin in ihrer Initiationsgeschichte zweier Liebespaare von den Mechanismen von Kriegen, in der Wirtschaft, der Ökologie und zwischen den Geschlechtern. Dass sie dazu dem Maschinenwesen in ihrem Buch ein Universum der Gaukler und die Naivität der Liebe gegenüberstellt, scheint Gnam einzuleuchten.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.04.2016

Ann-Laure Bondoux erzählt in "Von Schatten und Licht" eine so fantastische wie verstörende Geschichte, berichtet Antje Weber. In einer düsteren Metropole verlieben sich die zwei Fabrikarbeiter Bo und Hama ineinander, sie verliert bei einem Unfall ihre Hände, er wird in der Stadt verfolgt, gemeinsam fliehen sie und landen bei Zwergen, wo Bo neue Hände für Hama schmieden kann, fasst die Rezensentin zusammen. Es folgt ein Krieg und am Ende landet die Tochter der beiden wieder in eben jener Metropole, aus der sie geflohen waren, verrät Weber. Das Geniale an diesem Buch besteht für die Rezensentin darin, wie Bondoux die fantastischen Elemente ihrer Geschichte stimmig zur einer Parabel über die unweigerliche Verstrickung von Gut und Böse verknüpft.
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