Das vorliegende Buch handelt von meinen Erlebnissen in und mit der berufsmäßig und institutionalisiert betriebenen, aus öffentlichen Geldern und Industriemitteln finanzierten Naturwissenschaft. Als eine der höchsten Errungenschaften der Naturwissenschaften gilt, dass man gar nicht mehr in die Natur schauen oder Experimente durchführen muss, sondern sämtliche Parameter und Zusammenhänge vom Computer errechnen lassen kann. Ich arbeitete seit dem Beginn meiner Promotion wie eine Besessene an meinen Forschungen, veröffentlichte Publikation auf Publikation, kämpfte um Forschungsgelder und sprang von Stelle zu Stelle. Ich verließ die Universität mit 39 Jahren. Das Wissenschaftssystem ist durch steile Hierarchien geprägt. Meine fünfzehnjährige Odyssee durch sieben universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitute erlaubt mir, folgende für eine erfolgreiche Wissenschaftslaufbahn förderliche Eigenschaften zu notieren:- uneingeschränkte Unterordnung im Umgang mit Professor*innen- ausgeprägtes Konkurrenzdenken, das sich bis zum Kolleg*innenhass steigert- Bereitschaft zur kritiklosen Affirmation des naturentfremdeten, naturzerstörenden Wissenschaftssystems- Erdulden völliger Nichtigkeit der eigenen Ausbildung, Qualifikation und Arbeitsleistungen
Wissenschaft, wie sie heute in Forschungslaboren der Biotechnologie betrieben wird, muss die Hölle sein, erfährt Rezensent Helmut Höge aus dem Büchlein der Autorin. Befristete Verträge, Konkurrenzkampf, "Technomanie" und Entfremdung: Offenbar war die Autorin für diesen Betrieb nicht gemacht, und Höge kann das gut nachvollziehen. Heute verdient sie ihr Geld als Gärtnerin im Erzgebirge und ist happy. Die Wissenschaft kann von ihr aus alleine weiter "in aseptischem Glanz" erstrahlen. Höge ist voll und ganz mit ihr einverstanden.
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