Rosa sieht 1945 Fotoalben durch und verbrennt, zusammen mit den Bildern, die an der Wand hingen, alles, was verdächtig sein könnte. Doch die Wahrheit liegt nicht in den Bildern, sie liegt in den Erinnerungen. Während ihre Brüder sich mit den Kommunisten herumschlagen und nach der Machtübernahme Karriere machen wollen, heiratet Rosa, auch um zu Hause dem Dienstmädchendasein zu entkommen. Eine Fülle von Figuren werden zu einem kleinstädtischen gesellschaftlichen Panorama der dreißiger Jahre, vom frommen Spintisierer über den jüdischen Händler bis zur Industriellengattin und zu den lokalen Nazi-Größen. Die Nazis reden vom Recht des Stärkeren und handeln danach. Und sie sind nicht die anderen, sie sind unsere Väter und Nachbarn.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…