Anna Maria Praßler

Keine Party ist auch keine Lösung

(ab 9 Jahre)
Cover: Keine Party ist auch keine Lösung
Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig 2025
ISBN 9783954703111
Gebunden, 168 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Theresa Strozyk. Partyplanung mit Hindernissen -  "Ich heiße Jagoda, das ist Polnisch für Blaubeere, und an alle Erwachsenen, die hier mitlesen: Es ist nicht cool, Kinder wie 'ne Obstsorte zu nennen. Wie Gemüse auch nicht. Sagt das gern weiter, ich weiß, wovon ich spreche."Ihr blöder Name ist aber gerade Jagodas kleinstes Problem. Viel schlimmer: Sie hat Mia aus ihrer Klasse zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen, die es gar nicht gibt! Aus gutem Grund, denn Jagoda wohnt mit ihrer Mama in einem Frauenhaus. Das darf niemand wissen, damit ihr Papa sie nicht findet. Geburtstag im Frauenhaus? Unmöglich! Aber keine Party ist auch keine Lösung, denn sonst wird Mia vielleicht nicht Jagodas Freundin. Ein verdammt guter Plan muss her und Jagoda rennt die Zeit weg. Aber geht nicht, gibt's nicht, sagt ihre Babcia immer. Also wird Jagoda in vier Tagen und mit null Euro die beste Party überhaupt schmeißen!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.05.2025

Rezensentin Christine Knödler ist froh, dass Anna Maria Praßler das in der (Kinder-)Literatur unterrepräsentierte Thema Frauenhäuser aufgreift und so behutsam wie literarisch wertvoll zu einem gelungenen Kinderbuch macht: Die Protagonistin Jagoda wird bald zehn, sie würde ihren Geburtstag gerne feiern, das gestaltet sich allerdings schwierig, da sie mit ihrer Mutter im Frauenhaus lebt. Jagoda ist ziemlich resilient und weiß sich auf kreative Art und Weise selbst zu helfen, sie schreibt viel und gewinnt mit Mia aus ihrer Klasse und Putzi neue Freundinnen, erfahren wir. Die Schicksale der Frauen und Kinder scheinen immer wieder durch, aber Praßler sorgt dafür, dass ihre Protagonistin trotzdem einen schönen Geburtstag erleben und sich in der Gemeinschaft wohlfühlen kann, schließt Knödler zufrieden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2025

Jagoda geht mit großen Schritten auf ihren zehnten Geburtstag zu und lädt kurzerhand ihre Klassenkameradin Mia ein - das wird dadurch zum Problem, dass Jagoda im Frauenhaus lebt, erklärt Kritiker Fridtjof Küchemann die Prämisse von Anna Maria Praßlers aufmerksamem und trotz des belasteten Schauplatzes auch vergnüglichen Kinderbuch. Für das Vergnügen beim Lesen sorgt ihm zufolge vor allem die Protagonistin, die sich mit "kindlicher Entschlossenheit" in den Kopf gesetzt hat, eine Feier zu organisieren mit leckerem Essen und sogar einer Pinata. Dabei lernt sie Felix kennen, der gerade erst mit seiner Mutter aus einem behüteten Leben ins Frauenhaus gekommen ist und erzählt auch von Asma, die wieder zu ihrem gewalttätigen Mann zurückkehrt - gerade diese Mischung aus verschiedenen Charakteren, die aus den unterschiedlichsten Gründen ins Frauenhaus kommen, und der fröhlichen, "energiegeladenen" Erzählerin macht das Buch für Küchemann so lesenswert.

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