Anna-Elisabeth Mayer

Fliegengewicht

Frankfurt am Main
Cover: Fliegengewicht
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783895611353
Gebunden, 220 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Ein Roman außerhalb der Welt: eine junge Frau kommt ins Krankenhaus zu drei älteren Damen ins Zimmer. Man weiß nur: Alle haben's am Herz, der Tod ist nah - und alle reden dagegen an. Der Arzt der Station ist Dr. Winter. Er zieht die Damen samt Stationsschwester in seinen Bann. Eine Wette schickt die junge Frau ins Rennen um seine Gunst. Mitfiebern als Lebenselixier? Voller Rhythmus und Tragikomik überbieten sich die Stimmen, halb Schwanengesang, halb Operettenträllern, seziert von feinen Spitzen der Erzählerin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2011

Als "komisches Kammerspiel" empfiehlt Rezensentin Sandra Kerschbaumer dieses Debüt Anna-Elisabeth Mayers. Schauplatz ist ein Krankenzimmer, Abteilung Kardiologie, teilt Kerschbaumer mit, wobei Herzkrankheiten vorrangig im übertragenen Sinne den Inhalt auszumachen scheinen. Denn vier Patientinnen, die junge Ich-Erzählerin und drei Damen vorgerückten Alters, plaudern über ihre Lebens- und Liebesgeschichten sowie ihre gemeinsame Leidenschaft für den behandelnden Arzt, wie die Rezensentin erzählt. Für größtenteils sehr gut gelungen befindet Kerschbaumer diese Dialoge. Lediglich stellenweise würde die Autorin mit floskelhaftem Beiwerk übertreiben und damit den Lesefluss beeinträchtigen. Aber das ist auch schon Kerschbaumers einziger Kritikpunkt. Er tritt zurück hinter ihre Begeisterung für diese "hübsch ironischen Artztromanszenen", in denen am Ende gar "das Leben kulminiert". Nicht allerdings ohne eine leise Überschattung der Heiterkeit durch den Tod, schreibt die Rezensentin und attestiert dem Roman damit hintergründige Ernsthaftigkeit.
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