Anke Kuhl

Manno!

Alles genau so in echt passiert (Ab 8 Jahre)
Cover: Manno!
Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig 2020
ISBN 9783954702183
Gebunden, 136 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

"Manno!" erzählt in Comic-Episoden von der Kindheit der kleinen Anke in einer hessischen Kleinstadt. Wir tauchen ein in eine Welt, in der Oma und Opa noch im selben Haus leben und in der man nachmittags auf ziemlich abseitige Ideen kommen kann. Eine Welt, die bei aller Familienintimität nicht ohne Brüche ist.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.06.2020

Mit Anke Kuhls Comic "Manno!" fühlt sich Rezensentin Anja Robert zurückversetzt in die Zeit von Abba, Achselhaar und "Am laufenden Band". Kuhl erzählt hier konsequent aus ihrer eigenen kindlichen Perspektive vom Aufwachsen in den 70ern Jahren - und zwar genau so, wie es "in echt passiert" ist, so Robert. Das Ergebnis ist laut Rezensentin nicht nur für Kinder von heute oder Kinder der 70er lesenswert, sondern für alle, die einen kleinen Einblick in den damaligen Alltag gewinnen wollen. Es gibt durchaus auch düstere Kapitel in diesem Buch. Sie werden jedoch, versichert Robert, überstrahlt von den farbenfroh, lebendig und abwechslungsreich illustrierten Geschichten über die erste Brille, geschwisterliche Liebe und ganz am Ende: "die Entdeckung Ambivalenz."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2020

Rezensent Alex Rühle blickt gern mit Anke Kuhls Kinderaugen auf die Siebziger und Achtziger zurück. In herrlichen Buntstiftpanels erzählt ihm die Frankfurter Illustratorin in ihrem autobiografischen Comic vom ersten Besuch beim Optiker, Streit zwischen den Eltern, Fernsehabenden auf der Couch oder der Schwärmerei für Rudi Carrell. Wie Kuhl "das große wilde Kindsein" in nur achtzehn Kurzgeschichten bannt, findet der Kritiker beeindruckend.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.03.2020

Rezensentin Eva-Christina Meier hat vier neue Kinderbücher gelesen. Anke Kuhls autobiografischer Comic über ihre Kindheit in der BRD der 70er hat der Kritikerin große Freude bereitet: Zum einen weil die Bewohner des Kuhl-Hauses - die Schwester, ihre Eltern und ihre Großeltern - darin durch die Kinderperspektive herrlich humorvoll gezeichnet werden, zum anderen weil die Geschichte der fantasievollen Familie zeigt, wie wertvoll die Freiheit ist, sich individuell zu entfalten, lobt die Rezensentin zustimmend.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.2020

Rezensent Andreas Platthaus empfiehlt Anke Kuhls Episoden-Comic, der in die Kindheit der Autorin zurückblickt, als Riesenspaß für Groß und Klein. Da ist die "hinreißend" gezeichnete "Expressivität" der Figuren, die für Platthaus super die konsequent durchgehaltene glasklare Kinderperspektive imitiert, und da ist der programmatische Verstoß gegen Lesererwartungen, da ist die Spannung zwischen Bild und Text, zählt der Rezensent die Vorzüge des Buches auf, das mit seinen Themen, Geschwisterstreit, Familienrituale, Nachbarschaft etc. laut Platthaus einfach zeitlos ist.

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