Ein Cowboy, der keine Pferde mag, hat ein kleines Problem. Ein Cowboy, der keine Pferde mag und dem so ein Tier auf die Bude rückt, hat ein großes Problem. Nur mit Mühe gelingt es ihm, es aus dem Haus zu entfernen. Beim Abseilen geschieht es: Der Cowboy fällt aus dem Fenster, landet auf dem Rücken des Tieres und das rennt los. Und wenn der Cowboy seine Angst und das Pferd nicht in den Griff bekommen hätte, dann würden sie noch heute rennen!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003
Wer demnächst der Zigarettenwerbung hinterher trauert, kann sich zum Trost an dieses Kinderbuch halten, empfiehlt Horst Künnemann. Denn Anke Kuhl versammele in ihrem Bilderbuch alle Western-Klischees: die Säulenkakteen, die Halbwüstenlandschaft, den blutroten Sand, den Sonnenuntergang, die Waldohreule, Indianerlager und was den Möchtegern-Cowboy sonst noch erfreut, und übertreibe bei allem auch noch maßlos, so Künnemann. Der Cowboy der Geschichte, verrät er, reitet allerdings ungern, was ein echtes Handicap im Cowboyland ist, er würde viel lieber auf einem Drahtesel sitzen. Doch das Schicksal zwingt ihn Tag und Nacht in den Sattel, und so wird doch noch eine Art "Lucky Luke" für Kleinere daraus, schreibt Künnemann. Kuhls Geschichte besitzt sehr viel Situationskomik, findet unser Rezensent, so dass man kaum aus dem Lachen (und den Stiefeln) herauskomme.
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