Mit Illustrationen von Hannes Binder. Grinsende Alligatoren, schweißglänzende Jazzkeller, dazwischen ein junger deutscher Intellektueller. So könnte Louisiana ausgesehen haben, als es der achtundzwanzigjährige Hans Magnus Enzensberger 1957 bereiste. Er verfasste eine Story, die Jahrzehnte vergessen war und nun, zu seinem 90. Geburtstag, von Hannes Binder pechschwarz illustriert wurde: Der Erzähler ist Anwalt. Einer auszuhändigenden Lebensversicherung wegen schlägt er sich durch das Rotlicht der Stadt New Orleans und durch die Mangrovensümpfe vor ihr.
David Eisermann schätzt die Schrulligkeit, mit der HME seinen vor sechzig Jahren entstandenen Text mit Andreas Thalmayr zeichnet. Thalmayr alias Hans Magnus Enzensberger berichtet darin von einem Stipendiatenaufenthalt in den USA. Wie er das macht, das zeigt laut Rezensent bereits den ganzen Enzensberger: sprachsicher, kennerhaft, gesellschaftskritisch, politisch hellsichtig, visionär. Eine Mischung aus Karl May, Karl Marx und "Vom Winde verweht", freut sich Eisermann, der die Illustrationen im Band von Hannes Binder zudem herrlich schräg findet und passend.
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