Andreas Stucki

Aufstand und Zwangsumsiedlung

Die kubanischen Unabhängigkeitskriege 1868-1898
Cover: Aufstand und Zwangsumsiedlung
Hamburger Edition, Hamburg 2014
ISBN 9783868542523
Kartoniert, 413 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit diesem Befehl zur Zwangsumsiedlung der Zivilbevölkerung vom 21. Oktober 1896 sollte der Zugang der kubanischen Guerillatruppen zu Waffen, Nahrung, Medizin, Kleidern und militärischen Informationen unterbunden werden; die entvölkerten Landstriche wurden konsequent der Zerstörung anheimgegeben. In über 80 befestigten Städten und Dörfern wurden mindestens 400 000 Personen interniert sie lebten in improvisierten Hütten, Baracken und alten Lagerhäusern. Rund 170.000 Menschen starben an Seuchen und Unterernährung. Andreas Stucki analysiert die Zwangsumsiedlungen im Kontext des kubanischen Guerillakrieges und diskutiert die Frage der strategischen Umsiedlungspolitik als militärische Strategie im Rahmen der Counterinsurgency.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.04.2014

Thomas Speckmann begrüßt diese Untersuchung des Hamburger Sozialforschers Andreas Stucki, dem es laut Rezensent gelingt, in seiner klar strukturierten und, wie Speckmann findet, auch gut geschriebenen Studie die drei Jahrzehnte der kubanischen Umsiedlungspolitik und Gewaltherrschaft mythenfrei darzustellen. Angesichts der lange vorherrschenden politisch beeinflussten kubanischen Historiografie kein ganz leichtes Unterfangen, weiß der Rezensent und erläutert, wie der Autor durch genaue Analyse der Akten etwa die Vergleichbarkeit der "campos de concentración" mit den nationalsozialistischen KZs widerlegt oder zeigt, dass es den Spaniern nicht um eine einzelne Bevölkerungsgruppen ging, sondern um die radikale Entvölkerung ganzer Gegenden.

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