Kälter
Thriller

Suhrkamp Verlag, Berlin 2025
ISBN
9783518432587
Gebunden, 495 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Einen Raubvogel wie mich hast du noch nie gesehen. Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf Amrum das Leben einer Provinzpolizistin. Kaum jemand ahnt, dass sie vor langer Zeit eine Andere war. Als in einer Sturmnacht ein Einheimischer spurlos von der Fähre verschwindet, muss sie sich einem Killerkommando stellen, das auf die Insel kam, und verwandelt sich wieder in die Luzy von früher. Eine Waffe. In seinem Agententhriller schickt Pflüger seine Heldin am Ende des Kalten Krieges als Racheengel um die halbe Welt. Sie tritt gegen ein Geheimdienstimperium an, das den Mann beschützt, der ihr Leben zerstörte. Und es wird sich zeigen, wer kälter ist: ihr Todfeind oder sie.
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Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 13.12.2025
Ein neues, atemberaubendes Spannungsbuch von Meister Andreas Pflüger! So frohlockt Rezensent Christoph Schröder, der sich pudelwohl fühlt in diesem Roman des für ihn besten deutschen Thriller-Autors. Erzählt wird von Luzy Morgenroth, die zu Beginn der Handlung eine 50-jährige Dorfpolizistin auf Amrum ist, wobei das Inselidyll laut Schröder schon nach wenigen Seiten nach allen Regeln der Kunst zerlegt wird. Es landen nämlich bis an die Zähne bewaffnete Killer in Amrum, der Grund dafür ist Luzys Vergangenheit, unter anderem in Israel, diverse Geheimdienste spielen ebenfalls eine Rolle. Weitere Details der Handlung erfahren wir nicht, wobei Schröder immerhin noch erwähnt, dass auch Heiner Müller einen Auftritt im Buch hat. Pflüger versteht bei all dem sein Handwerk, stellt Schröder klar, trotz allen politischen Wirren bleibt der lediglich gelegentlich etwas zu markig geschriebene Roman stets gut nachvollziehbar. Ein weiteres Thrillerglanzstück von Pflüger, so das Fazit.
Rezensionsnotiz zu
Die Welt, 11.10.2025
Rezensent Elmar Krekeler geht geradezu auf die Knie vor Andreas Pflüger, den er als "deutschen Vertreter John Le Carrés auf Erden" betrachtet. Und auch dessen neusten Krimi hält der Kritiker für "ganz große Kunst", beweist Pflüger hier doch einmal mehr, wie gut er sich mit Geheimdiensten auskennt. Krekeler folgt der 50-jährigen Luzy Abendroth in den Achtzigern auf der Jagd nach einem Ex-RAF-, Ex-Stasi- und Ex-KGB-Auftragsmörder durch Amrum, Wien und Israel, staunt über die vielen Haken, die der rasante Plot schlägt und wähnt sich mitunter in einer "Zeitgeschichtskillermaschine". Und über Pflügers große Sprachgewalt kann der Rezensent ohnehin nur jubeln.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2025
Hannes Hintermeier freut sich mit Andreas Pflüger, dass der Autor ein Erfolgsrezept für Thriller gefunden hat. Auch in seinem neuen Buch, das eine überbordende Agentengeschichte aus dem Kalten Krieg mit Nordseeidyll, den Mossad und die Stasi mit einer Liebesgeschichte kreuzt, kommen die bewährten Zutaten zur Geltung, erkennt Hintermeier. Die Reaktivierung einer auf Amrum ruhiggestellten schießwütigen BKA-Beamtin funktioniert dank zeitgeschichtlichen Appetithappen, Action in Slow Motion und einer üppigen Bildsprache laut Hintermeier vorzüglich.