Andreas Malycha

Vom Hoffnungsträger zum Prügelknaben

Die Treuhandanstalt zwischen wirtschaftlichen Erwartungen und politischen Zwängen 1989-1994
Cover: Vom Hoffnungsträger zum Prügelknaben
Ch. Links Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783962891534
Gebunden, 752 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Welche Erwartungen und wirtschaftspolitischen Vorstellungen verknüpften sich mit der Gründung der Treuhandanstalt? Wie gestalteten sich Personalpolitik, Organisationsstruktur und Arbeitsweise? Andreas Malycha analysiert Aufbau und Entwicklung der viel diskutierten Institution. Er lotet ihre Rolle im politischen Kräftefeld sowie ihre Handlungsspielräume und Zwänge aus. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Verhältnis der Treuhandzentrale zu den Bundesministerien in Bonn. Die Untersuchung reicht vom Herbst 1989 über die Phase der Umstrukturierung nach der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion unter Detlev Karsten Rohwedder bis zum Ende der Amtszeit Birgit Breuels im Dezember 1994. Nie zuvor wurde die umstrittene Anstalt so eingehend in den Blick genommen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2022

Rezensent Frank Böschs Hoffnungen auf neue Erkenntnisse in Sachen Treuhand, werden nur ansatzweise befriedigt mit dem Buch von Andreas Malycha, der laut Bösch "privilegierten Zugang" zum Bundesarchiv hatte. Mager ist die Ausbeute laut Bösch vor allem deshalb, weil sich der Autor weitestgehend auf die Organisation der Treuhand konzentriert mit Schwerpunkt auf der Führungsstruktur und nicht auf eine umfangreiche Analyse, Fallstudien oder neue Befunde. Eine detailreiche Vorgeschichte der Treuhand bietet Malycha gleichwohl, meint Bösch. Und dass der Autor Urteile dem Leser überlässt, findet der Rezensenten auch in Ordnung.

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