Andreas Ammer, David Foster Wallace

Unendlicher Spaß

Undendliches Spiel. 10 mp3-CDs
Cover: Unendlicher Spaß
DHV - Der Hörverlag, München 2017
ISBN 9783844527087
CD, 34,95 EUR

Klappentext

10 mp3-CDs mit einer Laufzeit von ungefähr 79 Stunden. Ein Projekt von Andy Ammer, Andreas gerth und Acid Pauli. . Mit mehr als 1400 Stiimmen. "Unendlicher Spaß" - so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Radikale Separatisten planen mithilfe dieses Films einen Angriff auf das sensations- und vergnügungslüsterne Amerika. Ein zügelloser, unfassbarer Roman, der die menschlichen Obsessionen, Zerstreuungen und Lustbarkeiten in Worte fasst. Nun zum ersten Mal vollständig als Hörbuch: über 1.400 Seiten, pro Seite ein Sprecher. Was als akustisches Experiment begann, endet in einem der spektaktulärsten und spannendsten Hörerlebnisse der letzten Jahre. Unterlegt mit Musik der "Goldenen Maschine": einem analogen Synthesizer, der autonom eine automatisierte Musik vor sich hinkomponiert, die sich niemals wiederholt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.2017

Grandiosen Hörstoff bekommt Wolfgang Schneider mit der Vertonung des Romans von David Foster Wallace. Grandios findet er den Text, weil die allgemeine Verblödung "nie so intelligent" beschrieben worden ist, aber auch die Hörfassung mit 1400 Laiensprechern. Passt zum Roman und seiner fragmentierten Erzählweise, meint er. Hätte noch besser gepasst, wären allzu unfähige Vorleser vorher aussortiert worden, fügt er hinzu. Zum echten Klangkunstwerk wird die Edition laut Schneider aber erst durch den im Hintergrund arbeitenden analogen Synthesizer und sein Wabern, Grollen und Fiepen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.10.2017

Glücklicherweise gibt es die "Goldene Maschine", dieses wuchtige musikalische "Mitmach-Projekt" der Musiker Andreas Gerth und Acid Pauli, die einen analogen Synthesizer geschaffen haben, der selbstständig Musik generiert, seufzt Rezensent Florian Welle. Denn bei allem Respekt für den Größenwahn, den der Hörspielmacher Andreas Ammer hat walten lassen, um David Foster Wallace' "Unendlichen Spaß" in diesem Projekt zu vertonen - die knapp achtzigstündige Lesung hat der Kritiker kaum durchgehalten. Das liegt vor allem an Ammers Idee den "Kontrollverlust" zum Programm zu machen, indem er 1400 Laien den Text sprechen ließ, ohne Manuskript oder Regieanweisungen, erklärt der Rezensent, der den Beteiligten nicht mal Fehler oder vergessene Wörter ankreiden möchte. Immerhin hat wenigstens Übersetzer Ulrich Blumenbach die Lesung der 388 Anmerkungen übernommen, schließt Welle.
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