Die Tote lehnt am Stamm einer Kiefer. Ihr Gesichtsausdruck ist entrückt, die Wimperntusche verschmiert, die Kehle durchtrennt. Kommissarin Melanie Fallersleben hat zunächst kaum verwertbare Spuren, und der Täter wird durch sein scheinbar ganz normales Leben allzu gut verborgen. Auch die folgenden Morde liefern der Ermittlerin keinen echten Hinweis. Doch dann erhält sie eine erste verstörende Botschaft…
Nach ihrem bereits mit dem Genre liebäugelnden Debüt hat die Schauspielerin und einstige "Tatort"-Ermittlerin Andrea Sawatzki nun tatsächlich eine beinahe lupenreinen Psychothriller vorgelegt, schreibt Rezensentin Katharina Granzin, deren Urteil über das zuweilen recht drastische Werk im Großen und Ganzen positiv ausfällt. Dies in erster Linie, weil die Autorin sich bestens darauf versteht, ihre Personen für den Leser einnehmend durch das Geschehen zu führen, und darüberhinaus die psychischen Belastungen ihrer Hauptfigur "nachvollziehbar und suggestiv" schildert. Dennoch verteilt die Kritikerin auch Minuspunkte: Die krasse Gewalt mache das Buch mitunter platt, das Setting sei etwas zu wuchtig und als Leser wisse man eigentlich "fast alles immer schon vorher".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…