Alice Schmidt

Alice Schmidt: Tagebuch aus dem Jahr 1956

Cover: Alice Schmidt: Tagebuch aus dem Jahr 1956
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518803301
Gebunden, 180 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit Audio-CD und zahlreichen Abbildungen. Nach langen Wanderjahren als Kriegsflüchtlinge hatten sich Arno und Alice Schmidt 1956 in ihrem neuen Wohnort Darmstadt etabliert. Der Maler Eberhard Schlotter und Schriftstellerkollegen wie Ernst Kreuder und Kasimir Edschmid zählten zu ihrem Freundes- und Bekanntenkreis - es war Arno Schmidts geselligste Zeit. Der Autor ließ sich sogar zu seiner einzigen öffentlichen Lesung aus seinen Werken überreden. Alice Schmidt schildert dieses außergewöhnliche Ereignis genauso eindringlich wie die mühsame "Brotarbeit" ihres Mannes als Übersetzer und Zeitungsautor und seine Versuche, Sendungen über Lieblingsautoren im Rundfunk unterzubringen. Und sie spart auch jene Ehestreitigkeiten nicht aus, die im Juli 1956 wohl zum Abbruch ihres Tagebuches führten. Erst Jahre später in Bargfeld wird sie es neu beginnen.
Alice Schmidt erweist sich in diesem Tagebuch einmal mehr als treue Chronistin eines anstrengenden Schriftsteller- und Ehealltags und als geschäftstüchtige Partnerin, die ihren Teil beiträgt zur Sicherung einer kargen und entbehrungsreichen Existenz. Dem Band beigelegt ist eine CD mit der Aufnahme der einzigen öffentlichen Lesung Arno Schmidts am 18. Februar 1956 in der Waldschule Kronberg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2011

Es ist schon der dritte Band des Tagebuchs von Alice Schmidt. Rezensent Tilman Spreckelsen liest ihn mit Rührung, ja mit Interesse, denn neben der Beschäftigung mit dem aufbrausenden und manchmal offenbar recht nervenden Arno Schmidt, bietet er auch einen Einblick in die Atmosphäre der fünfziger Jahre, in denen sich die Verhältnisse für das Paar festigten - wie für so viele andere Leute auch. Spreckelsen sagt es ausdrücklich: Je mehr sich Alice Schmidt von der bloßen Kümmerei um den genialischen Gatten entfernt, je mehr sie sich vom eigenen Schreiben davontragen lässt, desto interessanter liest sich das Tagebuch.

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