Alice Munro

Was ich dir schon immer sagen wollte

Dreizehn Erzählungen
Cover: Was ich dir schon immer sagen wollte
Dörlemann Verlag, Zürich 2012
ISBN 9783908777564
Gebunden, 380 Seiten, 23,90 EUR

Klappentext

In den dreizehn Erzählungen ihres zweiten Erzählbandes "Was ich dir schon immer sagen wollte" von 1974, der jetzt erstmals auf Deutsch erscheint, stellt Alice Munro ihre präzise Beobachtungsgabe und den ihr eigenen unprätenziösen Erzählstil, für die sie in unseren Tagen so berühmt ist, unter Beweis. Diese Meisterschaft ließ keinen geringeren als John Updike sie mit Tschechow vergleichen, und Jonathan Franzen greift den Vergleich immer gerne wieder auf, wenn er von Alice Munro schwärmt und sie in seinen Interviews unermüdlich als mögliche nordamerikanische Literaturnobelpreisträgerin ins Spiel bringt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.06.2012

Reine Begeisterung bei Meike Fessmann. Lange kann es nicht mehr dauern bis Alice Munro den Nobelpreis bekommt, so viel macht die Rezensentin klar, die die kanadische Autorin als "Königin der Kurzgeschichte" verehrt. Kaum glauben kann Fessmann, wie viel Klugheit und Erfahrung aus Munros Geschichten sprechen, wie strahlend ihre Figuren leuchten, selbst wenn es nur unglückliche Mütter aus der Provinz sind, wie fein Munro nuancieren und modulieren kann. Das schaffen andere nicht einmal in einem ganzen Roman, meint Fessmann, die in ihrer umfangreichen Besprechung vor allem die titelgebende Geschichte "Was ich dir schon immer sagen wollte" und "Gedenken" hervorhebt. Dass Munro dann auch noch jeder Geschichte einen eigenen Stil verleiht, lässt die Rezensentin einfach nur hingerissen zurück. Ach ja, Lob geht auch noch an die vorzügliche Übersetzung von Heidi Zerning.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2012

Rezensentin Angela Schader schätzt die Erzählungen der kanadischen Autorin Alice Munroe schon lange für ihre subtile Beobachtungskraft des Alltäglichen, ihren weiblichen Blick und nicht zuletzt für ihre toxische "Spreng- und Zerstörungskraft". Alle diese Qualitäten findet sie nun auch in diesem Band mit im Original 1974 erschienenen Erzählungen, wie sie erfreut feststellt. Dabei sind es offensichtlich weniger die eher seltenen drastischen Wendungen in den Geschichten tief aus dem Alltag und dem Herzen der gekränkten Protagonistinnen, die die Rezensentin so fesseln. Es sind vielmehr die leisen, aber umso zerstörerischen Gifte, die sich nach persönlichen Verletzungen bilden, die bei Munroes Figuren ihre Wirkung entfalten und die Schader einmal mehr von der Autorin als meisterhafte Erzählerin überzeugen.
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