Alfred Pfabigan

Mord zum Sonntag

Tatortphilosphie
Cover: Mord zum Sonntag
Residenz Verlag, Salzburg 2016
ISBN 9783701733989
Gebunden, 208 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Bis zu 14 Millionen Menschen verfolgen jede Woche den Mord zum Sonntag. Die wohl langlebigste Fernsehserie wird als "kulturelles Gedächtnis" wahrgenommen, das sensible Themen und aktuelle Fragen nicht scheut. Doch was verbirgt sich hinter Kapitalismuskritik und tagespolitisch brisanten Einsätzen der Kommissare mit den brüchigen Biografien? Im Vergleich zu amerikanischen CSISerien erweisen sich die Tatort-Opfer als verdächtig schuldig, die Täter als auffallend einfühlsam gezeichnet und Recht und Unrecht als eine Gefühlssache, die wenig mit Beweisen zu tun hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.10.2016

Rezensentin Judith von Sternburg betrachtet "Mord zum Sonntag" sichtlich interessiert und hat jetzt einen geschärfteren Blick auf den sonntaglichen Tatort. Der Wiener Sozialphilosoph Alfred Pfabigan hat sich die Kultserie beinahe passend zu ihrer 1000. Folge einmal genauer angeschaut und verschiedene Eigenheiten rund um das Phänomen Tatort analysiert. Das fängt bei Beobachtungen wie denen an, dass es sich beim Tatort-Zuschauer häufig um einen "zivilisatorisch-gezähmten Wutbürger" handelt und endet in der Analyse verschiedener, sich durch das Programm ziehender Elemente - etwa das sich das Personal der Fernsehkrimis vor und hinter der Kamera zum Teil aus ehemaligen Nazis rekrutierte. Sternburg findet das manchmal etwas übertrieben, aber dennoch lesbar und nachdenkenswert.

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