Als ein Mitglied seiner Gemeinde ermordet wird, ist Rabbi Klein bestürzt. Dann bittet ihn Kommissarin Bänziger von der Stadtpolizei Zürich um Übersetzung einiger hebräischer E-Mails des Toten. Da ahnt sie noch nicht, dass es mit Rabbi Klein nicht ganz einfach wird. Denn der macht sich Sorgen um seine Juden in der Gemeinde, und als er die Rede zur Trauerfeier vorbereitet und über den Brudermord Kains und die Prüfung Hiobs nachdenkt, beginnt er zu ahnen, dass er wichtigen Hinweisen zum Verbrechen auf der Spur ist. Heimlich beginnt der sympathisch unperfekte Rabbi zu ermitteln ein unbeirrter Wahrheitssucher, dessen Mut den Leser unweigerlich mitfiebern lässt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2014
"Kains Opfer", der erste Kriminalroman Alfred Bodenheimers, hat definitiv das Potential für eine nachfolgende Serie, schwärmt Rezensent Roman Bucheli. Allein die Idee, hier einen Rabbi, der sich mit der doppeldeutigen Auslegung von Bibeltexten beschäftigt, mit der Aufklärung eines Mordfalls zu betrauen, ringt dem Kritiker Bewunderung ab - hätte er doch nicht gedacht, dass sich Bibelauslegung und Mordermittlungen brillant miteinander verbinden lassen. Darüber hinaus lobt Bucheli die Idee des Professors für jüdische Literatur und Religionswissenschaften, seinem Ermittler eine ebenso faszinierende Ehefrau mit besonderem Gespür für Menschen an die Seite zu stellen. Dieser erste Roman Bodenheimers besticht durch sein raffiniert konstruiertes Netz aus Mord, Schuldgefühlen und Bibelexegese und so freut sich der Kritiker, diesem schillernden Ermittler-Paar noch einige Male über die Schulter blicken zu dürfen.
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