Alexander Puschkin

Die Romane

Die Hauptmannstochter. Der Mohr Peters des Großen. Dubrowski
Cover: Die Romane
Friedenauer Presse, Berlin 1999
ISBN 9783932109133
Gebunden, 450 Seiten, 25,05 EUR

Klappentext

Neu übersetzt aus dem Russischen und kommentiert von Peter Urban. Inhalt: Der Roman "Die Hauptmannstochter" und die zwei Romanfragmente "Der Mohr Peters des Großen" und "Dubrowski", einschließlich der Pläne, Entwürfe und der wichtigsten Vatianten. Mit Nachwort und Anmerkungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2000

Alexander Puschkin war der erste russische Autor, der mit seiner - auf dem Ideal sprachlicher Klarheit und Prägnanz bestehenden - Prosa einen Beitrag zur Weltliteratur leistete. Dies, so der Rezensent Ulrich M. Schmid, wird für den deutschen Leser erst mit Peter Urbans Neuübersetzung des erzählerischen Werks, im besprochenen Band: der Romane, so richtig deutlich. Die Romane verknüpfen Realität und Fiktion - und zwar aus Prinzip: Abstraktion der Geschichtskräfte verbindet sich, so Schmid, mit dem "Erfahrungsschatz zufälliger Begebenheiten". Die Übersetzung Urbans zeichne sich durch "disziplinierte Zurückhaltung" aus, wenngleich er bisweilen, etwa mit der Beibehaltung im Deutschen ungewöhnlicher Partizipialkonstruktionen, "über das Ziel hinausschießt." Diese Ausgabe, schließt der Rezensent, bietet die Gelegenheit, den Prosaautor Puschkin neu kennen zu lernen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.04.2000

Bevor Gregor Ziolkowski die neue Übersetzung lobt, zeichnet er kurz die Entstehung der "Hauptmannstochter" nach. Dieser erste Roman Puschkins spielt vor dem Hintergrund des Pugatschow-Aufstands 1773. Das Thema `russischer Aufruhr`, so Ziolkowski, hat als typisch russisches Romanthema hier seinen Ursprung. Auch Puschkins Diktum zur Prosa - `kürzen!` - haben russische Schriftsteller wie Isaak Babel zum Vorbild genommen. Die neue Übersetzung von Peter Urban lobt Ziolkowski wegen ihres "Muts zu den Kanten" und zu "Rauhheiten". Auch die zahlreichen "ergiebigen" Anmerkungen würdigt der Rezensent. Zum Schluß empfiehlt Ziolkowski zweimaliges Lesen: Erst nur den Text, schon für sich ein "Meisterwerk", dann Text und Anmerkungen, "um festzustellen, wie sich Historisches und Erfundenes auf eine einzigartige Weise begegnen."