Im Juni 1828 erreicht ein Schiff die irische Hafenstadt Cove - an Bord sieben brutal ermordete Crewmitglieder und Passagiere. Drei Lehrlinge, zwei Matrosen und der elfjährige Sohn des Reeders haben das Massaker überlebt, der Kapitän ist verschwunden. Noch vor der offiziellen Untersuchung bekommt der berühmte Arktisforscher und Theologe William Scoresby die Gelegenheit, mit allen Überlebenden und Zeugen zu sprechen. Aus den Aussagen ergibt sich nach und nach ein lückenloses Bild der grauenvollen Ereignisse, und doch bleibt der unheimliche Fall rätselhaft: Wer lügt? Wer sagt die Wahrheit? War die Besatzung der Mary Russell in einen mörderischen Plan verwickelt oder wurden die sieben Männer Opfer eines Wahnsinnigen? Die Ermittlungen führen Scoresby in einen Abgrund aus Zweifeln, Aberglauben und mitternächtlichen Trugbildern. Sieben Lichter beruht auf einer wahren Geschichte, einem der sonderbarsten Kriminalfälle des 19. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2018
Thorsten Gräbe findet Alexander Pechmanns Romanadaption des Berichts von William Scoresby über die Ermordung von sieben Besatzungmitgliedern durch den Kapitän William Stewart Anfang des 19. Jahrhunderts gelungen. Wie der Autor die Chronologie des ursprünglichen Berichts aufbricht und ein Mosaik der Tatumstände präsentiert, scheint Gräbe faszinierend. Historische, juristische, medizinische und religiöse Bezüge verwebt der Autor gekonnt auf engem Raum, schreibt er.
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