Alexander Kluge

Personen und Reden

Lessing, Böll, Huch, Schiller, Adorno, Habermas, Müller, Augstein, Gaus, Schlingensief, Ad me ipsum
Cover: Personen und Reden
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783803112828
Gebunden, 144 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Zum 80. Geburtstag hat sich Alexander Kluge einen zweiten S?LTO-Band gewünscht, um seine Reden über andere große deutsche Öffentlichkeitsarbeiter zu sammeln: Er spricht über G. E. Lessing, Heinrich Böll, Ricarda Huch, Friedrich Schiller, T. W. Adorno, Jürgen Habermas, Heiner Müller, Rudolf Augstein, Günter Gaus und Christoph Schlingensief. Er führt literarische Beispiele (Ovid, Shakespeare oder David Hume) ebenbürtig mit historischen Ereignissen als Zeugen an, wobei sein Interesse immer den großen Wendepunkten gilt (1945, Tschernobyl oder dem 11. September). Am Ende steht ein für dieses Buch neu geschriebener Text: Ad me ipsum, in dem er uns von den ihm wichtigen Produktionsmitteln des Gefühls erzählt: den Büchern, den Bildern und der Oper.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2012

Was ist das für einer, dieser Alexander Kluge, der heute 80 wird? Jürgen Kaube versucht sich in einer Definition jenseits der bekannten Muster. Kein Dichter sei er, kein Dramatiker, kein Romancier, eher ein Historiker. Dass Kluge wenig auf Stil und Kunstschönheit setzt und viel auf die Quellen persönlicher Erfahrung, die für ihn stets exemplarisch sind, weiß Kaube. Und es lässt sich was lernen aus diesen Texten, in denen der Autor das Private resozialisiert, ohne dabei therapeutisch zu sein, wie Kaube es formuliert. Dass Kluge sich auf Menschen bezieht, und nicht nur in den in diesem Band enthaltenen Reden auf Wegbegleiter, wie Habermas, Gaus und Müller, dem widerspricht der für Kaube schönste Text des Bandes wohl auch nur scheinbar: Es ist ein Plädoyer für die Oper als Erfahrungsort für Kinder.
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