Sokrates oder das Glück der Bescheidenheit, Voltaire oder die Freiheit durch Toleranz, Kleist oder das Wissen um den Menschen, Terror oder die Klugheit des Rechts, Politik oder das Lob der Langsamkeit: Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge unterhalten sich über Grundfragen des Rechts und der Gesellschaft, über Theater und Literatur, über die Gefahren der direkten Demokratie und der sozialen Medien und darüber, was den Menschen im eigentlichen Sinn menschlich macht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2018
Rezensent Fritz Göttler scheint diesen Gesprächsband der beiden Juristen und Schriftsteller Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge mit Gewinn gelesen zu haben. Auf Augenhöhe und einander herausfordernd versuchen die beiden Gesprächspartner die Begriffe der "Vernunft" und der "Herzlichkeit" miteinander zu verbinden, informiert der Kritiker, dem die Ausführungen zur politischen Vernunft mitunter zu "lehrbuchhaft" erscheinen. Auch Schirachs Vorschlag einer "BundesApp", mit der Bürger nach der Tagesschau über Politik abstimmen können, kann Göttler nur wenig abgewinnen. Den Gedankensprüngen der beiden folgt der Rezensent indes mit Erstaunen. Und nebenbei erfährt er darüber hinaus Interessantes aus den Familien- und Lebensgeschichten der beiden Autoren.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Das große Buch vom Gemüse Herausgegeben von Odette Teubner, Andreas Miessmer und Hans-Georg Levin. In diesem umfangreichem Band findet sich das Wichtigste über Gemüsearten, Anbaumethoden, Garmethoden… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,…