Alexander Honold

Der Leser Walter Benjamin

Bruchstücke einer deutschen Literaturgeschichte
Vorwerk 8 Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783930916337
Kartoniert, 431 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Benjamin lesen ? das bedeutet vor allem: mit Benjamin lesen. Die vorliegende Arbeit nimmt den lesenden Philosophen in den Blick, der sich zwischen literarischem Schreiben und Literaturkritik, zwischen Wissenschaft und Feuilleton bewegt. Benjamins Auseinandersetzung mit Goethe, und Hölderlin, den frühen Romantikern und den Modernen: Kraus, Kafka, Brecht sowie den Konservativen: Ernst Jünger, Stefan George ist immer zugleich kritische Lektüre und Philosophie, Methode des Lesens und Theorie der Literatur. Dargestellt werden Benjamins Strategien des kritischen und des magischen Lesens, der Stiftung von ungeahnten Korrespondenzen. Besonderes Augenmerk verdient seine Beschäftigung mit den medialen und bildästhetischen Wirkungsaspekten von Literatur.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.03.2001

Ausführlich und vielleicht gerade mal der Bildung von Germanisten förderlich bespricht Thomas Eckardt Alexander Honolds Analysen. Der 1962 in Chile geborene Kritiker und Literaturwissenschaftler habe ein erstaunliches Buch geschrieben, findet der Rezensent. Für seine Interpretation von Walter Benjamins Essays über Hölderlin, Goethe, Hebel, Kraus und Kafka habe der Autor wie ehedem Benjamin eine sensible eschatologische Lupe benutzt und damit allerlei Interessantes zutage gefördert, meint Eckardt. Alle Essays gingen von zwei Kraftzentren aus: Kritik und Magie. Dazu kämen der Tod und dessen Überwindung - wie bei Heiner Müller, denkt der Rezensent und ist erstaunt darüber, dass Honold Müller keine einzige Zeile gewidmet hat.
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