Aus dem Polnischen von Marlena Breuer und Thomas Weiler. Ein Sachbuch in Comicform über das wahre Leben von Wölfen und über die Arbeit polnischer WolfsschützerInnen bei der Beobachtung eines der faszinierendsten Tiere in Europa. Acht reale Begegnungen mit einzelnen Wölfen und Wolfsrudeln aus den letzten Jahren beantworten alle relevanten Fragen zu Wölfen.Ein Sachbuch in Comicform über das wahre Leben von Wölfen und über die Arbeit polnischer WolfsschützerInnen bei der Beobachtung eines der faszinierendsten Tiere in Europa. Acht reale Begegnungen mit einzelnen Wölfen und Wolfsrudeln aus den letzten Jahren beantworten alle relevanten Fragen zu Wölfen.
Des Lobes voll ist Rezensent Thomas Linden für den Wolfsforscher Michal Figura sowie das Grafik-Duo Aleksandra Mizilienska und Daniel Mizielinski. Nicht nur machen sich diese Drei mit ihrem ungewöhnlichen Comic-Sachbuch um diejenigen verdient, von denen sie erzählen, um die Wölfe nämlich, sondern auch um die Wissenschaft. In acht Kapitel wird hier von der akribischen Beobachtung, der wissenschaftlichen Erforschung verschiedener Wölfe und ihrer Verhaltensweisen erzählt: Acht individuellen Wolfschicksalen folgt Linden mit Spannung und Interesse. So zeigen die Autoren, informativ und zugleich unterhaltsam, wie wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden durch Beobachtung, und wie durch Aufklärung Mythen mit Fakten, und abstrakte Furcht durch Verständnis ersetzt werden können, so der Rezensent. Dabei folgt die Form stets dem Inhalt: Die Sprache und die Zeichnungen sind schlicht, elegant, "angenehm unspektakulär". Ein großartiger und wichtiger Beitrag zum Diskurs um Konflikte zwischen Mensch und Wolf, sowie um das Verhältnis von Kultur und Natur im Allgemeinen, schließt er.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.09.2023
Mit großem Interesse hat Rezensentin Susanne Billig den Comic von Michał Figura,Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski gelesen. Hier werden wir anhand mehrerer Wolfsgeschichten an den Lebensalltag der Wölfe herangeführt, lernen viel über ihre Verhaltensweisen, erfahren aber auch von tragischen Geschichten, die meist durch Menschenhand geschehen, zum Beispiel, wenn Wölfe durch Fallen ihre Gliedmaßen verlieren oder geschossen werden, resümiert Billig. Der menschliche Einfluss auf den Wolf ist nicht zu unterschätzen, lernt die Rezensentin: Einerseits gefährdet der Mensch den Wolf, andererseits ist er in der Lage durch wissenschaftliche Methoden eine Wolfspopulation zu unterstützten, was die Autoren anhand von vielen Infografiken erklären. Die "poetischen, tiefgrünbraunen Wald- und Wolfsbilder" tragen erheblich zum Verständnis der verschiedenen Wolfsschicksale bei, merkt Billig an. Dieses Buch ist eine gelungene Gegenstimme gegen die ständigen Forderungen nach mehr Wolfsabschüssen, schließt Billig.
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