Alberto Moravia

Claudia Cardinale

Ein etwas außergewöhnliches Gespräch
Cover: Claudia Cardinale
SchirmerGraf Verlag, München 2010
ISBN 9783829605175
Gebunden, 85 Seiten, 12,80 EUR

Klappentext

Alberto Moravia, 53, hatte gerade seinen Welterfolg "Die Langeweile" veröffentlicht, sich von seiner Frau getrennt und die junge Dacia Maraini kennengelernt. Claudia Cardinale, 23, war seit Viscontis "Rocco und seine Brüder" ein Star. Das Interview, das die Zeitschrift Esquire in Auftrag gegeben hatte, fand im Mai 1961 in Moravias Arbeitszimmer statt. Der alternde Dichter saß tippend an der Schreibmaschine und war von der Situation so fasziniert, dass ihm die Schreibmaschine immer wieder zu Boden fiel. Moravia eröffnet das Interview mit der Bemerkung, er interessiere sich weder für Claudia Cardinales Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft noch für ihre Meinung über Politik, Liebe, Kunst, Frauen und Männer, sondern wolle sie als Objekt im Raum, als physische Erscheinung befragen, durch die allein sie sich von allen anderen Menschen unterscheide.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2010

Eins fällt auf an Michael Althens kurzer Kritik dieses Bandes: Er bespricht ein Interview des alternden Autors Moravia mit dem damals noch ganz jungen Star des italienischen Kinos - aber er zitiert fast nur Moravias Fragen, und fast gar nicht aus Cardinales Antworten. Moravia scheint sie sanft zu zwingen, über ihren Körper zu sprechen - und zwar in Einzelheiten: "Was haben Sie für Ohren? Was können Sie zu Ihrer Stirn sagen?" und Claudia Cardinale scheint brav mitzumachen. Althen gefällt's. Er lobt die eigenartige Schwebe zwischen Nüchternheit und Intimität, die dieser Band ihm beschert hat.
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