Die dokumentarische Graphic Novel erzählt die erschütternde, wahre Geschichte von Akram Al Saud, der das syrische Foltersystem überlebte. In eindringlichen Bildern, basierend auf intensiven Gesprächen, zeichnet Tobi Dahmen die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Leben vom Terror des Assad-Regimes geprägt wurde. Zugleich dokumentiert das Buch die besondere Zusammenarbeit zwischen Dahmen und al Saud und reflektiert, wie das Unsagbare Ausdruck finden kann. Ein Werk von großer politischer und gesellschaftlicher Relevanz.
Vor drei Jahren sind sich der Comiczeichner Tobi Dahmen und der Syrer Akram Al Saud zum ersten Mal begegnet, nun liest Rezensentin Ella Rendtorff die eindrucksvolle dokumentarisch angelegte Graphic Novel, die von Al Sauds Leben und seiner Flucht in die Niederlande erzählt. Die Rahmenhandlung bilden die Gespräche, die der Zeichner und der Protagonist geführt haben, "mit skizzenhaftem Strich" wird erzählt, wie Al Saud sich als Student den Protesten gegen Assad angeschlossen hat, Rendtorff liest bewegt etwa von Verhaftungen und Folter. Vieles wird im Comic mehr angedeutet als auserzählt, was die Kritikerin sensibel und angemessen findet. Sie kann das Buch als mutiges Überlebenszeugnis nur empfehlen.
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