Herausgegeben von Günther Eisenhut, mit einem Vorwort von Margit Schreiners.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.08.2005
Recht kurios findet Paul Jandl die "Liebespost" Adalbert Stifters an seine Frau Amalia. Kurios deshalb, weil man bei all den großen Worten des Dichters den Eindruck gewinnen könnte, er befinde sich unendlich weit von seiner Frau entfernt, obgleich er in seiner Funktion als Schulrat nur die Umgebung der Heimatstadt bereist. Neben den Worten um die Liebe erfährt der Leser zudem von den alltäglichen Kleinigkeiten: dem Wetter, der Unterkunft, den kleinen körperlichen Leiden. Und gelegentlich komme auch die Angebetete in ihren Antwortbriefen zu Wort - und beklagt sich prosaisch, dass er nur glühende Worte statt dringend benötigten Geldes sendet.
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