Ada D'Adamo

Brief an mein Kind

Cover: Brief an mein Kind
Eisele Verlag, München 2024
ISBN 9783961611997
Gebunden, 192 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Karin Krieger. Ausgezeichnet mit dem Premio Strega, dem bedeutendsten Literaturpreis Italiens. Das poetische Zeugnis der bedingungslosen Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter. Daria ist die Tochter, deren Schicksal von Geburt an von einer verpassten Diagnose geprägt ist. Ada ist die Mutter, die an der Schwelle zu ihrem fünfzigsten Lebensjahr feststellt, dass sie krank ist. Diese Entdeckung wird für sie zum Anlass, ihre Tochter direkt anzusprechen und ihr ihre Geschichte zu erzählen. Alles geht durch die Körper von Ada und Daria: tägliche Nöte, Wut, Geheimnisse, aber auch unerwartete Freuden und Momente unendlicher Zärtlichkeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2024

Rezensent Niklas Bender tut sich merklich schwer mit seiner Bewertung von Ada d'Adamos preisgekröntem autofiktionalen Buch: Die darin enthaltenen Briefe richten sich an ihre Tochter, die mit einer Hirnfehlbildung geboren wurde. Sie reflektieren ihr Aufwachsen mit allen Schwierigkeiten, der Einsamkeit, die d'Adamo zufolge damit einhergeht, ein behindertes Kind zu haben, denn mit der Inklusion tun sich viele trotz gegenteiliger Behauptung schwer. "Erschütternd" findet Bender das auf der inhaltlichen Ebene. Literarisch ist er sich weniger sicher, nicht nur, was die bisweilen kitschige Sprache angeht, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der autofiktionalen Literatur generell. Aus dieser Unabgeschlossenheit heraus gibt es folgenden Rat des Rezensenten: Das Buch einfach "Seite für Seite" auf sich zukommen zu lassen.