Der Band bietet eine Orientierungsgrundlage für das literaturwissenschaftliche Studium. Wer sich dazu entschließt oder es bereits begonnen hat, wird zumindest die Lust am Lesen und die Liebe zu Texten mitbringen. Die heutigen Literaturwissenschaften konzentrieren sich auf den ganzen Prozess von Produktion, Text und Rezeption als literarisches System. Am Beispiel von sehr unterschiedlichen Texten werden dabei die Leistungsmöglichkeiten und Grenzen der vielfältigen literaturwissenschaftlichen Analysemethoden vor Augen geführt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2002
Friedmar Apels Urteil über diese Einführung in die Literaturwissenschaft ist zwiespältig. Er findet, dass die drei Autoren sehr locker mit der Frage nach Motivation und Chancen eines literaturwissenschaftlichen Studiums umgehen und auch das Problem der Massenuniversität "allzu entspannt entschärfen". Der Teil, der die methodische Einführung in das Fach behandelt, findet dagegen durchaus das Wohlwollen des Rezensenten. Er sei anschaulich geschrieben, darüber hinaus werde insgesamt mit "vertretbaren Vereinfachungen" operiert. Für diejenigen, die sich über Gründe und Möglichkeiten eines Studiums der Literaturwissenschaft schon klargeworden sind, kann das Buch "nützlich" sein, meint der Rezensent abschließend.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.06.2001
So mancher begeisterte Leser, der sich zum Literaturwissenschaftsstudium berufen fühlte, wurde schon sehr bald in der universitären Praxis eines Besseren belehrt, schreibt der Rezensent mit dem Kürzel "W. L.". Die Autoren dieses klug und sachlich angelegten Parcours, Professoren der Slawistik, Niederlandistik und Germanistik, wissen um die Schwierigkeiten ihres Fachs und haben sich zumindest bemüht, meint "W. L.", über die Grundlagen der Literaturwissenschaft nicht elitär zu dozieren, sondern sie an zahlreichen Beispielen zu erläutern. Das ist dem Rezensenten schon entgegengekommen, aber ein wenig mehr Witz und Ironie hätte er sich trotzdem noch gewünscht.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…