Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Stenografen statt Watchdogs

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

30.03.2009. In der SZ erklärt die Bloggerin Arianna Huffington, warum das Internet dem Journalismus ganz gut tut. Carta fragt sich, was in den Musiklobbyisten Marek Lieberberg gefahren ist, der in der SZ den Perlentaucher attackierte. Im Perlentaucher antwortet Wolfgang Kraushaar auf Götz Aly. Und alle waren beim Symposion über den Jürgen Habermas der deutschen Lyrik.

Aus den Blogs, 30.03.2009

Am Samstag hat der Konzertveranstalter Marek Lieberberg in der SZ - die ihn als "Künstlervater" vorstellte - das Netz im allgemeinen und den Perlentaucher im besonderen attackiert.: "Die Website perlentaucher wirft die gesamte feuilletonistische Print-Tagesausbeute auf den Markt, natürlich kostenlos; und nicht nur, dass der Staat hier nicht eingreift, er förderte die Übersetzung dieser 'Auswertungen' ins Englische auch noch jahrelang durch die bundeseigene Kulturstiftung: frech, wie man Zeitungen, die eigentlich Anspruch auf Urheberrechte haben, über den Tisch ziehen kann."


Robin Meyer-Lucht schreibt dazu in Carta, "niemand behauptet, dass der Perlentaucher mit seiner Feuilleton-Rundschau Urheberrechte verletzen würde, nicht einmal die betroffenen Zeitungen selbst." Lieberberg mache vielmehr aus Eigeninteresse "im Vorfeld eines Hearings des Bundeswirtschaftsministeriums zur Musikwirtschaft Anfang Mai, auf dem er selbst sprechen wird, Entrechtung und Enteignung zum Kernproblem der Musik- und kurzerhand der gesamten Kreativwirtschaft. Einer Branche, der es zuletzt auch an unternehmerischer Fantasie mangelte, soll folglich nun die Regierung verstärkt helfen."

A propos Urheberrechte: Wir Perlentaucher haben für jeden Artikel, den wir für unsere englischsprachige Webseite übersetzt haben, beim Rechteinhaber nachgefragt und nie einen dieser Artikel auf eigene Rechnung weiterverkauft. Wie ist das bei der SZ? Hat Herr Lieberberg der Süddeutschen die Verwertungsrechte für seinen Artikel abgetreten? Weiß er, dass sein Artikel von der SZ über Genios für 3,21 Euro verkauft wird? Bekommt er einen Anteil vom Erlös?

Bild zum Artikel
Und wissen die Genios-Kunden, dass sie hier Geld für einen Artikel berappen sollen, den die SZ freiwillig zur kostenlosen Lektüre ins Netz gestellt hat?

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Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2009

Max Nyffeler untersucht in einem Hintergrund-Artikel die Internetstrategien der Klassik-Branche und stellt klar: "Der Preiszerfall im Klassiksektor wurde nicht durch illegales Kopieren eingeleitet; dem standen die ungenügende Klangqualität des Downloads und ein konservativeres Hörverhalten im Wege. Die Gründe sind andere. Auf der Seite der Produzenten war es in erster Linie die besinnungslose Überproduktion, die den Markt kollabieren ließ."


Joachim Güntner schreibt mit einiger Befremdung über die Faszination am privaten Waffenbesitz: "Niemand fordert, Soldaten, Polizisten oder Jäger zu entwaffnen. Es geht nur um jene, die aus Neigung schießen: die Sportschützen. Zur Begründung ihres Waffenbesitzes können sie sich auf keine höhere Pflicht oder Aufgabe berufen, sondern müssen vor den Behörden ein 'Bedürfnis' nachweisen. Diese Bedürfnisse luxurieren seit Jahren und haben Formen wie das 'Wildwest-Schießen' hervorgetrieben, die eher an Übungen für den Ernstfall denken lassen als an Sport."

Weiteres: Lilo Weber wirft zu dessen hundertstem Gebrutstag einen Blick in das Londoner Archiv von Ernst H. Gombrich. Carsten Krohn interviewt den Wiener Architekten Hans Hollein, der heute 75 Jahre alt wird. Besprochen werden ein Konzert des Orchestra of Europe unter Leitung von Bernard Haitink in Luzern und neue DVDs.

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Perlentaucher, 30.03.2009

Götz Aly hat sich im Perlentaucher letzte Woche mit Reaktionen auf sein Buch "Unser Kampf" auseinandergesetzt. Ziemlich polemisch antwortet heute der Zeithistoriker Wolfgang Kraushaar auf Alys Artikel und sein Buch: "Aly macht mit seinem Untersuchungsgegenstand kein großes Federlesen. Differenzierungen sind ihm im Grunde völlig schnuppe. Und die für theoretische Erörterungen unabdingbare Notwendigkeit, zu Vermittlungen zu gelangen, scheint ihm völlig fremd zu sein. Statt dessen postuliert er munter drauflos."

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Die Welt, 30.03.2009

Dankwart Guratzsch erinnert im Aufmacher an die Gründung des Bauhauses vor neunzig Jahren in Weimar und zitiert aus Walter Gropius' Manifest: "Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft, der alles in einer Gestalt sein wird: Architektur und Plastik und Malerei, der aus Millionen Händen der Handwerker einst gen Himmel steigen wird als kristallines Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens."


Weiteres: "Inständiges Nachdenken" hat nach eigenem Bekunden bei Autor Rolf Schneider die Meldung ausgelöst, dass sich Brandenburg nun doch noch, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall, einen Beauftragten für die Stasi-Unterlagen gönnt. Sven Felix Kellerhoff berichtet, dass das britische Auktionshaus Mullocks nach Ostern Aquarelle des Führers versteigern lassen will. Hannes Stein schwärmt von den Trickfilmwundern von DreamWorks und unterhält sich mit dem Studio Chef Jeffrey Katzenberg über den neuen Film "Monster vs. Alien" in 3D. Wieland Freund meldet freudig, dass ab sofort Ernst Gombrichs "Geschichte der Kunst" wieder erhältlich ist, der Streit um die Bildrechte ist beigelegt.

Besprochen werden Johan Simons Theaterversion von Krzysztof Kieslowskis "Drei Farben" an den München Kammerspielen, Claus Guths "Messias"-Aufführung in Wien und die Deutschland-Tour des Saxofonisten Joshua Redman.

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Die Tageszeitung, 30.03.2009

Keine Reportage heute von Gabriele Goettle. Sie macht sich statt dessen Gedanken zur Wirtschaftskrise und über das viele Geld, das plötzlich da ist: "Es wird geradezu eine drohende Haltung angenommen im Sinne von: Rettet den Kapitalismus, ansonsten rutscht er unters Existenzminimum und alles mit ihm. Die Rede vom 'freien Markt', der sich 'selbst reguliert', von seinen 'Selbstheilungskräften', ist wie weggeblasen. Aber es lässt sich nicht länger verbergen, Finanz- und Wirtschaftseliten, Staranalysten, Manager, Politiker und ihre wirtschaftswissenschaftlichen Berater - international und national - haben die Katastrophe in Kauf genommen. Jetzt aber ist Zahltag, und zwar für uns, die Bürger. Sie beanspruchen die soziale Verpflichtung unseres Eigentums und das von Kindern und Kindeskindern. Sie leben unbeauftragt über unsere Verhältnisse."


Außerdem: Detlef Kuhlbrodt war auf einer Demo in Berlin, wo es "um die Finanzkrise [ging] und darum, dass statt der Allgemeinheit 'die Reichen' für die Rettung der Banken zahlen sollen". Wolf-Dieter Vogel berichtet von dem Ärger, den sich Manu Chao mit seiner Kritik an Mexikos Polizei eingehandelt hat. Besprochen wird ein Berliner Konzert der österreichischen Musikerin Anja Plaschg, das Tim Caspar Boehme "dankbar und zumindest für den Augenblick verändert" zurücklässt.

Und Tom.

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Frankfurter Rundschau, 30.03.2009

Hans Magnus Enzensberger ist der "Jürgen Habermas der deutschen Lyrik", lernte Rolf Spinnler bei einem Symposion zum achtzigsten Geburtstag des Dichters (der eigentlich erst im November liegt) im Deutschen Literaturarchiv Marburg. Die Feier dauerte drei Tage und "gehorchte einer Dramaturgie, die man von Wahlparteitagen in den USA kennt. Während Wissenschaftler verschiedener Disziplinen sein Werk analysierten, hielt sich der Jubilar in den Kulissen der Marbacher Schillerhöhe verborgen, ehe er dann auf dem Höhepunkt der Tagung höchstpersönlich die Bühne betrat und sich zu seinem Leben befragen ließ. Enzensberger hätte die auf dem Symposion vorgetragenen Einschätzungen seines Lebenswerks freilich nicht fürchten müssen, denn was da über den Abwesenden gesagt wurde, war ziemlich schmeichelhaft und entsprach durchaus dem Selbstbild, das der Dichter von sich kultiviert."


Auf der Medienseite berichtet Hannes Gamillscheg über eine schwedische Medienkampagne für die Freilassung des schwedisch-eritreischen Journalisten Dawit Isaak, der seit sieben Jahren ohne Anklage in einem eritreischen Gefängnis inhaftiert ist. Bisher hatte man versucht, die Verantwortlichen mit mehr oder weniger stiller Diplomatie zu einem Entgegenkommen zu bewegen - erfolglos: "Auch die EU-Hilfe für Eritrea ins Spiel zu bringen, brachte keinen Fortschritt. 'Nehmt euren Beistand und verschwindet', lautete die Reaktion des Charge d'affaires."

Besprochen werden Johan Simons Inszenierung von "Drei Farben: Blau, Weiß, Rot" an den Münchner Kammerspielen, die Ausstellung "Las Vegas Studio" mit Fotos von Robert Venturi und Denise Scott Brown im Deutschen Architekturmuseum, Georg Friedrich Händels "Messiah" in einer Inszenierung von Claus Guth am Theater Wien, Büchners Stück "Leonce und Lena" in Mainz und Friedrich Wilhelm Grafs Buch "Missbrauchte Götter. Zum Menschenbilderstreit in der Moderne" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

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Süddeutsche Zeitung, 30.03.2009

Auf der Medienseite erklärt die Bloggerin Arianna Huffington im Interview mit Leif Kramp und Stephan Weichert, warum das Internet den Mainstream-Medien nur gut tun kann: "Ein Großteil der Unzufriedenheit mit dem traditionellen Journalismus rührt daher, dass die meisten Journalisten anscheinend vergessen haben, dass ihre erste Pflicht darin besteht, der Wahrheit nachzuspüren - egal, welche Konsequenzen ihnen blühen. Viele Journalisten haben sich in der Vergangenheit allzu häufig als Stenografen statt als 'Watchdogs' verstanden, indem sie ihren Presseausweis als Eintrittskarte missbrauchten, um den Mächtigen möglichst nahe zu sein..."


Weitere Artikel: Sebastian Schoepp unterhält sich mit dem Historiker Walther Bernecker über die bewältigte Vergangenheit in Spanien siebzig Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs. Jörg Häntzschel diagnostiziert einen Mentalitätswandel bei den Amerikanern, sogar bei den reichen: "Wo Reichtum alle anderen Kriterien überblendete, suchen die Reichen nun nach einer Ethik des Geldes, die sie zuverlässig von den 'gierigen Bastarden' unterscheidet." Henning Klüver berichtet über die Einrichtung einer deutsch-italienischen Historikerkommission, die sich "mit der Geschichte der deutschen Besatzung Italiens zwischen September 1943 und Mai 1945 beschäftigen" soll, unter anderem um deutsche Kriegsverbrechen aufzuklären. Willibald Sauerländer erinnert an den Kunsthistoriker Ernst Gombrich, der in diesen Tagen seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte. Jonathan Fischer berichtet, dass die schwarze Popkultur in den USA nach dem Skandal um den Frauenschläger Chris Brown nach einem neuen Männerbild suche und zitiert unter anderem den afroamerikanischen Kolumnist Frank Roberts, der sich im Weblog Newblackman mit dem Sexismus in der afroamerikanischen Kultur auseinandersetzt. In den "Nachrichten aus dem Netz" antwortet Jens-Christian Rabe indirekt auf die neueste, vom Samstagsmagazin der SZ publizierte Netz-Invektive durch den Musiklobbyisten Marek Lieberberg und verweist auf einige kulturell wertvolle Internetangebote in Amerika. Volker Breidecker hat in Marbach ein Symposion über Enzensberger verfolgt.

Besprochen werden eine Ausstellung zum 250. Gründungstag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München und eine Dramatisierung von Kieslowskis "Drei Farben"-Trilogie an den Münchner Kammerspielen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.03.2009

Regina Mönch weiß auch nicht genau, was an den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft gegen führende Islamfunktionäre (mehr hier) dran ist - eine Forderung leitet sie daraus dennoch ab: "Die orthodoxen und fundamentalistischen Verbände des KRM schweigen - wie immer, wenn es gilt, Verantwortung zu übernehmen. Doch auch die Ditib kann sich dieses Mal nicht als vermeintlicher Saubermann so klammheimlich wie sonst aus der Affäre stehlen. Wie kann sie weiterhin mit Funktionären im Bunde sein, gegen die wegen schwerster krimineller Vergehen ermittelt wird?"


Richard Kämmerlings berichtet von einer Marbacher Tagung zu Hans Magnus Enzensberger, deren Gegenstand zwar anwesend war, aber im Podiumsgespräch zur Aufklärung nur bedingt beitrug: "Die zuhörenden Experten muss ihre Arbeit spätestens hier an den Versuch erinnert haben, einen Pudding an die Wand zu nageln."

Weitere Artikel: In der Glosse schießt Michael Hanfeld ziemlich scharf gegen die an der fortgesetzten Nicht-Wiederberufung des Noch-ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender beteiligten Politiker. Swantje Karich erklärt, dass man Ernst H. Gombrichs Klassiker "The Story of Art" sowohl lesen als auch hinter sich lassen muss. Matthias Grünzig informiert über Sanierungsarbeiten in der Lutherstadt Eisleben. Geburtstagsglückwünsche gehen an den Folkrocker Richard Thompson (60; Website), den Filmregisseur Volker Schlöndorff (70), den Mediävisten Joachim Bumke (80), den Autor Milan Kundera (80) und den Transplantationsmediziner Joseph E. Murray (90).

Besprochen werden die große "Galileo"-Ausstellung im Palazzo Strozzi in Florenz, die Freiburger Uraufführung von Graham Smiths Tanzstück "1001/Flash of Civilization", Johan Simons' Münchner Adaption von Krysztof Kieslowskis "Drei Farben"-Trilogie (Teresa Grenzmann sieht den Regisseur der Vorlage mit den Mitteln des Theaters gewachsen), eine Prager Inszenierung von Tschaikowskys "Eugen Onegin" und Bücher, darunter David Foster Wallaces Essay "Am Beispiel des Hummers" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Für Ohrfeigen geboren

11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen

Kritisch gemeinte Radetzkymarsch-Paraphrase

10.02.2012. Die Chinesen können Demokratie doch: Taiwan beweist es, konstatiert die NZZ. Die taz erklärt, was Cumbia ist. Der Economist staunt über die haarigen Mausklicker, die Acta verhindern. Rue89 zeigt den Like-Button mal anders. Die SZ fürchtet um die Privatsphäre. FAZ und Welt bewundern die Intimität des Blicks in in Benoit Jacqouts Berlinale-Eröffnungsfilm "Lebwohl meine Königin". Mehr lesen

Wegfall von Arbeit

09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen

Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren

08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen

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2000PutIN, 2012PutOUT

06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen

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04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen

Hunde und Katzen, Liebe und Tod

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31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen

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