Vorgeblättert

Jean-Luc Seigle: Der Gedanke an das Glück und an das Ende

23.06.2014. Albert, seine Frau Suzanne und der jüngere Sohn Gilles leben in einem französischen Dorf, Henri der Ältere kämpft in Algerien. Albert erhängt sich, nachdem im Fernsehen ein Film über den Algerienkrieg gezeigt wird, in dem auch sein Sohn vorkommt. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der Gedanke an das Glück und an das Ende" des französischen Schriftstellers Jean-Luc Seigle.
Jean-Luc Seigle: Der Gedanke an das Glück und an das Ende
Roman
Aus dem Französischen von Andrea Spingler

C.H.Beck Verlag, München 2014
224 Seiten, gebunden, € 18,95

Erscheint am 14. Juli 2014

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Klappentext: Der 9. Juli 1961 ist ein einschneidender Tag für die Familie Chassaing. Für Albert, seine Frau Suzanne und ihren jüngeren Sohn Gilles. Der ältere, Henri, ist als Soldat im Algerienkrieg.
An diesem Tag wird den Chassaings der erste Fernseher in das Dorf geliefert, weil eine Sendung über den Krieg, in der Henri auftritt, ausgestrahlt wird. Alle werden kommen. Auch erfährt man auf eine geradezu zärtliche Weise durch Albert, dass Suzanne, die alles Neue liebt, an diesem Tag anfängt, einen anderen Mann zu begehren. Er weiß, er wird nichts dagegen tun können, weil der Zweite Weltkrieg ihn verändert hat. Er kämpfte in der Festung Schoenenbourg der Maginotlinie. In der Nacht des 9. Juli erhängt sich Albert. Zuvor eröffnet er seinem jüngeren, gerade Honoré de Balzacs "Eugénie Grandet" mehr erlebenden als lesenden Sohn Gilles die Möglichkeit, in dieser ländlichen Arbeiterwelt seiner Leidenschaft für die Literatur nachzugehen. Er bittet den alten Lehrer, sich um ihn zu kümmern.

Zum Autor: Jean-Luc Seigle, 1959 in Clermont-Ferrand geboren, ist Schriftsteller und lebt in Nordfrankreich am Meer. Er hat Romane, Drehbücher und Theaterstücke geschrieben. "Der Gedanke an das Glück und an das Ende" ist sein erstes Buch auf Deutsch.

Zur Übersetzerin: Andrea Spingler, 1949 in Stuttgart geboren, lebt in Oldenburg und Südfrankreich. Sie übersetzt seit 1980 Literatur aus dem Französischen, unter anderem von Duras, Sartre, Gide und Robbe-Grillet. 2007 bekam sie den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, 2012 den "Prix lémanique de la traduction".



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