Vorgeblättert

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012. Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern".
Hanna Krall: Rosa Straußenfedern
Aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann

Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M 2012
208 Seiten, gebunden, Euro 19,50

Erscheint am 9. Februar 2012

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Hanna Krall erhält am 9. Februar in Stuttgart den Würth-Preis für Europäische Literatur 2012.

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Klappentext: In Briefen, Fragmenten, Zetteln und Erzählungen reflektiert der Band das Leben der polnischen Autorin in den letzten 50 Jahren. Die langen Schatten des Zweiten Weltkriegs, die Mühen der Volksrepublik, das Jahr 1968, die Ereignisse um die Gewerkschaft Solidarnosc und das Ende des Ostblocks schlagen sich darin ebenso nieder wie persönliche Ereignisse in ihrer Familie, langjährige Freundschaften, Konflikte mit der Zensur und zahlreiche Begegnungen mit den Protagonisten ihrer Reportagen.
Das Buch liest sich als Sammlung verschiedener Geschichten, aber auch als eine sehr persönliche Chronik. Es beginnt mit der Geburt der Tochter und endet mit dem Brief ihres Enkels aus Kanada. Zu Wort kommen Freunde und Arbeitskollegen wie Krzysztof Kieslowski, Marek Edelman, Mieczyslaw Rakowski, Adam Boniecki, Jan Kott und Leszek Kolakowski. Aber auch viele Unbekannte, die sich an die Autorin wenden, um von ihrem Leben zu berichten.

Zur Autorin: Hanna Krall wurde am 20. Mai 1935 in Warschau geboren. Den Krieg überlebte sie in Verstecken auf der arischen Seite. Studium der Publizistik an der Warschauer Universität. Danach Arbeit als Journalistin, zunächst 1957 bis 1966 für "Zycie Wrszawy", dann 1966 bis zur Verhängung des Kriegsrechts 1981 für die Wochenzeitschrift "Polityka". Ihr Publikationsverbot brachte Hanna Krall in Verbindung zur Solidarnosc, in deren Zeitung "Gazeta Wyborcza" sie bis heute veröffentlicht. Mit "Dem Herrgott zuvorkommen", einer literarischen Reportage über Marek Edelman und den Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 und dem 1985 in einem Pariser Exilverlag erschienenen autobiographischen Roman "Die Untermieterin" hatte die Autorin ihr Thema gefunden: das Aufspüren von vergangenem jüdischen Lebens in Polen. Hanna Krall arbeitet seit 1979 auch für Theater und Film. In den 90er Jahren nahm sie Stipendien in Berlin und in Iowa wahr. Sie lebt heute als freie Autorin in Warschau. Ihre Werke wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Hanna Krall hat zahlreiche nationale und internationale Preise erhalten - zuletzt den Ricarda-Huch-Preis 2008.

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