Vorgeblättert

Gerbrand Bakker: Oben ist es still

14.08.2008. Helmer van Wonderen, Bauer wider Willen, macht klar Schiff. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoss, entsorgt die alten Möbel und richtet sich unten neu ein. Als er eines Tages unerwartet Post erhält, brechen sich Erinnerungen Bahn. "Henk hätte hier wohnen sollen. Mit Riet und mit Kindern." Henk, der Zwillingsbruder, ist lange tot. Riet aber lebt, und sie hat einen Sohn, der bei Helmer arbeiten soll. Er heißt auch Henk. Lesen Sie einen Auszug aus Gerbrand Bakkers Roman "Oben ist es still".
Gerbrand Bakker: Oben ist es still
Roman
Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
315 Seiten, Gebunden, 19,80 Euro

Erscheint am 18. August 2008

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Klappentext: Helmer van Wonderen, Bauer wider Willen, macht klar Schiff. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoß, entrümpelt Wohn- und Elternschlafzimmer, streicht Dielen, Fenster, Türen und Wände und schafft neue Möbel an. Das Gemälde mit den schwarzen Schafen, die Fotografien von Mutter und die alte Standuhr kommen nach oben, alle Pflanzen, die blühen können, auf den Misthaufen. Da Vater ihm nicht den Gefallen tut, einfach zu verschwinden, sich von einem Windstoß hinwegfegen zu lassen oder wenigstens zu sterben, richtet Helmer sein Leben unten neu ein. Seine ungelebten Träume kann er jedoch nicht so leicht entsorgen. Als er eines Tages unerwartet Post erhält, brechen sich Erinnerungen Bahn. "Henk hätte hier wohnen sollen. Mit Riet und mit Kindern." Henk, der Zwillingsbruder, ist lange tot. Riet aber lebt, und sie hat einen Sohn, Henk.

Zum Autor: Gerbrand Bakker, 1962 in Wieringerwaard geboren, studierte niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft in Amsterdam, arbeitete als Übersetzer von Untertiteln und ist Diplomgärtner. Er ist Autor eines etymologischen Wörterbuchs der niederländischen Sprache und des Jugendromans "Birnbäume blühen weiß".
(Foto © Klaas Koppe)

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