Vorgeblättert

Alai: Roter Mohn

Ausgewählte Leseproben.
17.02.2004. "Roter Mohn", der Roman des chinesischen Autors Alai, bietet adlige Familien, heranwachsende Söhne, schöne Prinzessinnen, Liebe und Sex (jedoch selten gleichzeitig), Schlachten und Intrigen, Opium, Dolche, Pferde und Maschinengewehre - und dies in den weiten grünen Hochebenen Osttibets. Hier eine Leseprobe.
Alai: "Roter Mohn"
Roman
Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt

Unionsverlag, Zürich 2004
448 Seiten, gebunden, Euro 22,90

Erscheint am 25. Februar 2004

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Mehr Informationen beim Unionsverlag

Klappentext:
Jeder weiß, dass der zweite Sohn des Fürsten Maichi ein Idiot ist. Als Thronfolger wird er nie zum Zug kommen. Umso unvoreingenommener beobachtet er seine Umgebung - die Festung des Fürsten im äußersten Osten Tibets, die rücksichtslose und grausame Feudalherrschaft, die in kleinliche Streitereien verwickelten Lamas, die Intrigen um schöne Frauen und die Fehden mit benachbarten Herrschern, die wechselnden Allianzen mit den Chinesen. In das entlegene Hochland dringt die Moderne lediglich als fernes Echo. Als ein Sondergesandter der chinesischen Regierung Fürst Maichi Mohn anbauen lässt, wird dieser unermesslich reich. Die betörende rote Mohnblüte und der Duft der reifenden Kapseln bringen Unruhe in das archaische Leben. Einzig der Idiot erkennt, dass sich das Ende einer Ära abzeichnet.
Zunächst von vielen chinesischen Verlagen wegen der heiklen politischen Thematik abgelehnt, wurde "Roter Mohn" 1998 ein Bestseller und 2000 mit dem wichtigsten chinesischen Literaturpreis, dem Mao-Dun-Preis, ausgezeichnet.

Zum Autor:
Alai, geboren 1959 in der Nähe von Markang (Nord-Sichuan), begann Anfang der Achtzigerjahre Gedichte und Erzählungen in der Zeitschrift "Tibetische Literatur" zu veröffentlichen. Später zog er nach Chengdu, wo er Chefredakteur von "Science Fiction World" wurde, Chinas größtem Science-Fiction-Magazin. "Roter Mohn" ist sein erster Roman.

Zur Übersetzerin:
Karin Hasselblatt, geboren 1963, studierte von 1982-89 Chinesisch und Japanisch an Universitäten in Berlin und Bonn. Dem schloss sich 1990 bis 1992 ein weiterführendes Studium in Peking, VR China, als Stipendiatin des DAAD an. Unter anderem übersetzte sie Werke der Autorinnen und Autoren Xiao Hong, Wang Anyi, Mo Yan und Wei Hui. Der von ihr übersetzte Titel Leben!Leben!Leben! von Feng Jicai wurde 1994 mit der "Blauen Brillenschlange" ausgezeichnet. Karin Hasselblatt lebt als freie Übersetzerin und Lektorin in Berlin.

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