Zürcher Bibel. Zweispaltige Ausgabe

Cover: Zürcher Bibel. Zweispaltige Ausgabe
Theologischer Verlag Zürich, Zürich 2007
ISBN 9783859952416
Gebunden, 2000 Seiten, 15,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben vom Kirchenrat der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Die Tradition der Zürcher Bibelübersetzung geht auf die Reformation zurück: 1531 wurde die erste vollständige Zürcher Bibel herausgegeben. Schon damals war die Übersetzung ein Gemeinschaftswerk. Dies gilt in besonderer Weise auch für die Zürcher Bibel 2007. Mehr als zwanzig Fachleute aus Theologie, Exegese und Germanistik haben hier intensiv zusammengearbeitet. Die Übersetzungsarbeit dauerte 23 Jahre. Am 24. Juni wurde die neue Übersetzung im Zürcher Großmünster in einem feierlichen Akt der Öffentlichkeit übergeben. Neben der kostengünstigen Standardausgabe gibt es die Zürcher Bibel auch als Kunstbibel (mit farbigen Schriftbildern von Samuel Buri) sowie als Trau- und als Schulbibel.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.07.2007

Als großen Wurf feiert Bernhard Lang die neue Zürcher Bibel, die nun nach über zwei Jahrzehnten Arbeit die alte Züricher Bibel von 1931 ablöst. Diese beeindruckte zwar durch ihre philologische Präzision, blieb sprachlich aber eher spröde. Demgegenüber würdigt Lang die neue Übersetzung nicht nur als philologisch höchst zuverlässig, sondern auch als literarisch glänzend. Dabei entfernt sich die neue Zürcher Bibel seines Erachtens vom traditionellen Bibeldeutsch und setzt stattdessen auf eine moderne, verständliche, den "heutigen religiösen Sensibilitäten" angepasste und literarisch schöne Sprache, ohne die "Fremdheit der Bibel" zu verwischen. Mit hohem Lob bedenkt er die "stilistische Sorgfalt" der am ästhetischen Niveau der Originaltexte orientierten Übersetzung. Nur in ganz wenigen Passagen scheint ihm das Stilproblem nicht ganz glücklich gelöst. Leicht verwegen scheint die Umsetzung einer "geschlechtergerechten Sprache", zumal keine Anmerkung auf die Besonderheit der Wiedergabe hinweist: Wo im Original etwa von den "Söhnen Gottes" die Rede ist, spricht die Übersetzung von den "Söhnen und Töchtern Gottes". Lang kann damit leben, aber er hätte es sinnvoller gefunden, die Geschlechterdebatte in den umfangreichen Kommentar zu verlagern. Der Kommentar ebenso wie einzelne Vorworte zu den biblischen Schriften und die Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte haben ihn vollauf überzeugt. Sein Resümee: ein "sprachliches Kunstwerk von hohem Rang", das uns als die neue deutsche Bibel lange Zeit begleiten werde.
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