Herr Peng besaß schon immer seinen eigenen Kopf. Als junger Mann wurde er wegen eines unvorsichtigen Tagebucheintrags zur Zwangsarbeit auf einen Berg verbannt. Viele Jahrzehnte später wäre er fast in Chinas größter Castingshow gelandet - mit stolzen 80 Jahren. Für Xifan Yang, seine in Deutschland aufgewachsene Enkelin, ist die Geschichte ihres Großvaters eine Zeitreise in Chinas wechselvolle Vergangenheit - ebenso wie die Geschichten ihrer Eltern, Onkel und Tanten. Eindrücklich erzählt sie, wie eine normale Familie in China über drei Generationen den Zeitenwandel erlebt hat, von Maos Herrschaft über die Öffnung unter Deng Xiaoping bis hinein in die turbulente Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.11.2015
Inna Hartwich scheint das Debüt der Journalistin Xifan Yang das moderne wie das alte China gleichfalls zu erkunden. Sympathie ist die Haltung, mit der die Autorin in ihrem chronologischen Familienroman eine laut Hartwich sehr persönliche Suche nach der chinesischen Identität unternimmt. Wie die Politik seit Mao in den Lebensläufen nachwirkt, kann die Rezensentin hier nachlesen. Die Geschichte erscheint ihr ebenso leicht wie wuchtig.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2015
Einzigartig findet Christian Y. Schmidt dieses Buch der deutsch-chinesischen Autorin Xifan Yang. In einer Mischung aus Autobiografie und Beobachtung schreibt sie über den Aufstieg ihrer Familie in China, darüber wie ihr Großvater die Kulturrevolution überlebte, über den wirtschaftlichen Aufschwung, über den Faszination von Schanghai, das einen "Vorgeschmack auf die Zukunft" biete, und sie letztlich dazu bewegte, nach China zu ziehen, erzählt der Rezensent. Das Besondere für Schmidt ist neben Yangs Schreibtalent, die Sicht der in Deutschland aufgewachsenen Autorin auf China und ihrer Position des Beobachten und gleichzeitig involviert sein.
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