Herausgegeben von Oliver Vogel, Sophie von Heppe, Maren Baier und Michael Reinfarth Viele Menschen haben seit dem Krieg in der Ukraine und dem Überfall der Hamas auf Israel das Gefühl, keine Worte mehr zu haben für die Welt - für die Gewalt, die Trauer, die Angst und die Ungewissheit. Autorinnen, Autoren und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben für uns nach solchen Worten gesucht - bei den Schreibenden und Denkenden aller Zeiten und Länder. Sie haben Texte, Sätze und Gedichte gefunden, die Mut machen und Halt geben. Und es in unseren Köpfen heller werden lassen, in finsteren Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2023
Es wäre besser gewesen, dieses von Oliver Vogel herausgegebene Buch hätte es nicht geben müssen, meint Rezensent Andreas Platthaus. Nach den Massakern der Hamas am 7. Oktober bat der Fischer Verlag Autorinnen und Autoren Texte auszusuchen, die ihnen Trost spenden. 96 antworteten, 91 Texte sind in diesem Band erschienen, erzählt Platthaus, von Hannah Arendt, Mahmud Darwish, Mascha Kaléko, Musil oder Jehuda Amichai zum Beispiel. Gedichte sind überproportional vertreten, es finden sich auch Reden und einzelne Sätze - oder einfach selbstgeschriebene Texte, erfahren wir. Platthaus moniert, dass manche Texte unkommentiert im englischen Original ohne Übersetzung stehen, obwohl eine Übersetzung vorliegt. Und einige Autoren finden Trost in ihren eigenen Texten oder Übersetzungen, wie der Kritiker leicht vergrätzt anmerkt. So richtig trostspendend scheint er dieses Buch nicht zu finden.
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