Wolfgang Sofsky

Weisenfels

Roman
Cover: Weisenfels
Matthes und Seitz, Berlin 2014
ISBN 9783957570055
Gebunden, 235 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Ein Reisender besucht das Schloss eines Jugendfreundes, den er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Er findet das Haus gänzlich verändert. Unzählige Gesichter bevölkern die Räume. Götter und Engel, Masken und Menschen leisten den Freunden Gesellschaft. Neunzehn Stunden währt der Besuch, sie essen zusammen, rauchen, trinken, wandeln umher und reden über das Leben, die Schönheit, das Lächeln und den Tod. Die Gegend ist nahezu verlassen, der Schlosspark verwildert und die Burgruine kaum mehr als ein Ort der Erinnerung. "Weisenfels" entführt den Leser in einen Kosmos jenseits der Gegenwart. Die Geschichte der Künste und Kulturen, des Sehens und Denkens ist jedoch ebenso gegenwärtig wie die Zukunft in einem Universum ohne Zeitgenossen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.11.2014

So viel Subtilität kennt Nicolas Freund nur von wenigen Theoretikern. Wenn der Soziologe Wolfgang Sofsky einen Roman vorlegt, in dem Zauberberg-Atmosphäre weht und Bildung anhand des menschlichen Gesichts vermittelt wird, zitaten- und assoziationsreich und ein bisschen oldschool durchaus durch die Kulturgeschichte mäandernd, horcht Freund auf. Verfahrenstechnisch an Hans Blumenberg erinnernd, bietet ihm der Autor jedoch viel mehr als Theorie. Das Literarische an diesem Buch scheint dem Rezensenten doch das Entscheidende zu sein. Wenn unterschiedliche Textsorten einander abwechseln und dabei das Thema des Gesichts verhandelt wird, kann er nur staunen, wie viel es dabei zu lernen gibt.
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