Wilfried Eichhorn erträgt sein biederes Familienleben und seinen grauen Arbeitsalltag nach außen hin mit Gleichmut, doch in seinem Innern brodelt es. Als er der Geigerin Helene begegnet, beginnt für ihn ein neues Leben. Helene entführt den schüchternen Familienvater in die Welt der klassischen Musik, der Künstler und Intellektuellen. Er ist fasziniert; aber um alles »hinzuschmeißen« fehlt ihm doch der Mut. So beginnt er ein Doppelleben zwischen Werkskantine, Wohnküche, Konzertsaal und Künstlerfeten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.03.2001
Konrad Franke findet dieses Roman-Debüt vom soziologischen Standpunkt aus betrachtet sehr gelungen, auch wenn er meint, dass es für den "Literaturkritiker" nicht viel her gibt. Der Autor mache seine Hauptfigur, den Elektriker Wilfried, der seine Liebe zur ernsten Musik und zur Geigerin Helene entdeckt, zum "Vehikel", um die Funktionsweise der Gesellschaft in der DDR zu zeigen. Dass er das "ganz ruhig, sehr umsichtig, ohne Verachtung zu zeigen" tut, dafür erringt er das Lob des Rezensenten, der ihm erschöpfende Kenntnisse des Alltags der DDR-Gesellschaft attestiert.
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