Die Fehde um ein Landgut gerät zum Kampf zwischen Tatmenschen und Tagträumern, Eltern und Kindern, Tradition und Moderne - und um eine große Liebe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2003
Fehl geschlagen sei Kathrin Groß-Strifflers Debütroman (einer von zweien, genauer gesagt), bedauert Hannelore Schlaffer und führt mehrere Gründe für ihr harsches Urteil an. Die Autorin glaube, vermutet sie, ihr Publikum unterhalten zu müssen. Gross-Striffler lasse sich auf Klischees und Übertreibungen ein, um die Handlung voranzutreiben, die schlicht unglaubhaft wirkten. Dadurch erhielte alles in diesem melodramatischen Heimatroman um einen bürgerlichen jungen Mann, der in den Landadel einheiratet und aufgrund der vielen Widerstände "Das Gut" zugrunde richtet, symbolischen Wert, kritisiert Schlaffer. Statt Unterhaltung erzeuge diese schulmeisterliche Geste jedoch bei ihr Langeweile. Dies sei umso bedauerlicher, als Groß-Striffler zumindest im ersten Kapitel ihre Fähigkeiten andeute. Denn die Autorin verfüge über eine "ausgeruhte Sprache" (was immer damit genau gemeint sein soll). Statt effektheischend in der Handlung voranzuschreiten, solle Groß-Striffler lieber ihre vorhandenen Gaben nutzen, die sich in der Ausführung von Details am besten entfalteten, stellt die Kritikerin fest. Schlaffer würde lieber am Alltag der Figuren teilhaben als auf Kommando eine zivilisationskritische Haltung annehmen.
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