Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.03.2005
Markus Bickel ist beeindruckt von dieser Hintergrund-Studie zum Kosovo-Konflikt. Das Autorenduo, ein Wissenschaftler und ein ehemaliger EU-Sondervermittler, klärt über die Ursachen für das Scheitern einer friedlichen Lösung in der Kosovo-Krise auf. Im Unterschied zu anderen Standardwerken, die den Wurzeln der Krise bis ins 14. Jahrhundert folgen, beschränken sich die Verfasser auf den Zeitraum von 1920 bis heute. Das Buch liefert eine "historisch-anthropologische Analyse", die zudem mit spannendem "diplomatischem Hintergrundwissen" aufwarten kann, lobt Bickel. UCK-Führer Hashim Thaci war bei den Kosovo-Verhandlungen "vor lauter Nervosität nicht mehr ansprechbar" und Madleine Albright verhandelte im Rambo-Stil. Entweder "Jugoslawien wird bombardiert" oder "ihr lehnt ab, und niemand wird euch beistehen", bekam die Vertretung der Kosovo-Albaner damals von ihr zu hören. Lobend erwähnt Bickel die Aktualität der Studie und deren Visionen für die demnächst beginnenden Verhandlungen über den zukünftigen politischen Status der Region.
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