Wolfgang Hohlbein

Wasp

Roman (ab 12 Jahre)
Cover: Wasp
C. Ueberreuter Verlag, Wien 2008
ISBN 9783800054367
Gebunden, 960 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Der junge Journalist Wayne will über einen wie aus dem Nichts entstandenen Kornkreis berichten und chartert dafür einen Hubschrauber. Bei dem Flug stürzt die Maschine aus unerklärlichen Gründen fast ab. Zusammen mit der Tochter des Piloten beginnt er das Geheimnis des mysteriösen Kornkreises zu erforschen und stößt auf Wespen und andere Insekten, die plötzlich verrückt spielen. In höchster Gefahr begreift Wayne, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes in ein riesiges Wespennest gestochen haben - und dass sie alles daransetzen müssen, die Katastrophe abzuwenden, die die Insel zu verschlingen droht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2009

Kein gutes Haar lässt die Rezensentin Annette Zerpner an diesem Roman des überaus produktiven Jugendbuchautors Wolfgang Hohlbein. Er entwirft darin ein zukünftige Welt, in der alle immerzu auf einer Insel unterwegs sind, vorzugsweise mit einem vierrädrigen fahrbaren Untersatz namens Quad. Es gibt wohl ein Umweltanliegen, das aber wird, so Zerpner, gnadenlos vom Plot untergepflügt, der auf Spannung setzt, weil das Buch daneben aber auch rein gar nichts zu bieten habe. Außer dümmlichen Klischeefiguren natürlich und einer sprachlichen Unbedarftheit, die dazu führen dürfte, so die Rezensentin, dass niemand, der nicht zur Zielgruppe abenteuerliteratursüchtiger Heranwachsender gehört, dieses Buch zuende lesen wird.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.09.2008

Rezensentin Angelika Ohland hatte augenscheinlich schwer zu tragen an dieser Neunhundert-Seiten Lektürelast. "Immer stur geradeaus erzählt", stöhnt sie. Kein Perspektivwechsel, nirgends. Dazu ist das Ganze für ihren Geschmack auch noch schlecht gearbeitet und luschig geschrieben. Weshalb ihr der Bestsellererfolg von Autor und Buch einigermaßen rätselhaft erscheint. Bei dem Science-Fictionroman handelt es sich ihrer Einschätzung zufolge um eine "Mischung aus adoleszenter Allmachtsfantasie und verkitschtem Umweltdrama". Es gebe eine unerklärliche Wespen- und Bienenplage, eine krude Vulkantheorie und allerlei sonstig finster Verschworenes. Auch das Personal sei den Umständen entsprechend übersichtlich, obwohl es sich aus Sicht der Rezensentin nur schwer in Gut und Böse einteilen lässt. Alles ende in Klischees, und absehbarer moralischer Botschaft.

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