Aus dem Englischen von Bernhard K. Tragelehn. Der Text des Dramas, übersetzt von B. K. Tragelehn. Anmerkungen zum Leben Shakespeares, zu den Quellen, zur Überlieferung und einem Zeilenkommentar; Noten der in der englischen Tradition überlieferten Liedmelodien. Materialien: T. S. Eliots Vortrag von 1927: Shakespeare und der Stoizismus Senecas, W. H. Audens poetischer Kommentar zum Stück: "Der See und der Spiegel" von 1944, Robert Weimanns Aufsatz "Die Kunst der Weltaneignung" von 1976, und ein Dossier zur Geschichte des deutschen Shakespeare: sechs Dokumente, vier wenig oder gar nicht bekannt, zwei Gesprächsprotokolle, zwei Briefe, eins eine Rede, eins eine Anmerkung zum Wiederabdruck eines Aufsatzes; von Maik Hamburger, Heiner Müller, A. W. Schlegel, B.K. Tragelehn und Heinrich Voß.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.07.2007
Für Andreas Dorschel entspricht diese Neuübersetzung von Shakespeares "Sturm" nicht dem Ideal einer Nähe durch Entfernung. Das Muster eines oberflächlichen Sprachverständnisses erkennt er auf jeder Seite und sieht den Übersetzer Bernhard K. Tragelehn konstant auf Abstand zum Ton des Textes und seiner Gestalten. Die Kunst, ähnlich erscheinende Oberflächen im Deutschen und im Englischen zu durchbrechen, "um ähnlichen Gehalt zu treffen", findet er bei Erich Fried, doch nicht bei diesem "eher bedenkenlosen" Verfahren mit deutschem Satzbau.
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