Mathias Mayer

King Lear - Die Tragödie des Zuschauers

Ästhetik und Ethik der Empathie
Cover: King Lear - Die Tragödie des Zuschauers
Wallstein Verlag, Göttingen 2022
ISBN 9783835353145
Gebunden, 184 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Dieses Buch entdeckt die Rolle des Zuschauers in Shakespeares dunkelster Tragödie "King Lear": Das Publikum bekommt Vorgänge zu sehen, die in raffinierter Weise vom Zuschauen handeln, von Beobachtung und Teilnahme. Gewalt, Mitleid und Versöhnung werden auf der Bühne gezeigt, aber auch gesehen und kommentiert. Dabei entwickelt sich ein Szenarium von der verweigerten zur gelernten Empathie. Die ästhetische Reaktion gewinnt daraus ein ethisches Profil. Shakespeare reagiert auf den Vorwurf vieler Theaterkritiker seiner Zeit, gerade die Tragödie laufe Gefahr, das Publikum durch seine Sympathielenkung zu fesseln und zu schwächen. Er erschafft im Verlauf der Tragödie immer wieder Rollen eines Zuschauers, der einer Logik der Einfühlung - im Guten wie im Schlechten - folgt. Sie erweist sich in der Rezeption der folgenden Jahrhunderte als prägend. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2022

Rezensent Rüdiger Görner zieht den Hut vor Mathias Mayers Studie über Shakespeares "King Lear", die er "philologisch exakt, dicht argumentierend" und dabei auch noch angenehm lesbar findet. Worum genau es geht, wird in der kurzen Kritik nicht so ganz klar: Die Erfindung des Zuschauers und Empathie  fallen als Stichworte. Görner jedenfalls war inspiriert.

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