Das Thema "Mittelstand" bzw. "kleine und mittlere Unternehmen" (KMU) ist in den letzten Jahren in aller Munde. In KMU werden große Hoffnungen auf die Wirtschaftszukunft, insbesondere die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, gesetzt. Eine erfolgreiche Mittelstandspolitik setzt die Kenntnis der ökonomischen Wirkungsmechanismen voraus, die durch die Globalisierung noch komplexer geworden sind.Hier setzt das interdisziplinäre Lehrbuch der Mittelstandsökonomik an, indem es die Beziehungen der KMU zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie deren Wandel ins Blickfeld rückt, dabei die betriebliche Perspektive jedoch nicht vernachlässigt. Neben dem aktuellen Aspekt vertritt das Buch eine neue didaktische Konzeption: Am Fall "KMU" werden integriert und interdisziplinär volks-, betriebs- und sozialwissenschaftliche Fragen und Probleme erörtert (Planspiel). In der Hauptsache handelt es sich um angewandte Volkswirtschaftslehre im Bezug auf die kleinbetriebliche Praxis. Das Werk wendet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien, Mittelstandsinstitute und -verbände, Kammern und Finanzdienstleister für KMU.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.06.2004
Was der Mittelstand ist, das erfährt man in diesem Buch nicht. Oder jedenfalls macht es ich Werner Krämer mit seiner Gleichsetzung des Mittelstands mit den "kleinen und mittleren Unternehmen" (KMU) recht einfach. Dadurch erfahre man, bemängelt der Rezensent Heinz K. Stahl, über den Zusammenhang von Wirtschaftsform und "Geisteshaltung" gar nichts. Ebenfalls sehr kritisch sieht der Rezensent das Kapitel "Die Rolle der KMU in der Theorie": das sei eine "reine Enttäuschung", Namen werden genannte - von "Gibrats Gesetz" zu Henry Mintzberg -, aber Erläuterungen bleiben aus. Sehr viel besser gelungen findet Stahl die Kapitel zu den Themen "Corporate Citizenship" oder Globalisierung. Auch die Übungskapitel am Schluss und die ausführliche Behandlung Asiens verbucht Stahl auf der Haben-Seite dieses Buches.
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