Walter Moers
Wilde Reise durch die Nacht
Roman

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783821808901
Gebunden, 208 Seiten, 20,35 EUR
ISBN 9783821808901
Gebunden, 208 Seiten, 20,35 EUR
Klappentext
Mit Illustrationen von Gustave Doré. In seinem neuen phantastischen Roman schildert Walter Moers die wahnwitzige wilde Reise des zwölfjährigen Gustave Dore durch die Nacht. Gustave begegnet dem Sensenmann, einem rätselhaften Riesen, einem sprechenden Pferd, einer Traumprinzessin, blutrünstigen Drachen, menschenfressenden Dämonen, dem schrecklichsten aller Ungeheuer und schließlich sich selbst...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2001
Eine ganze Weile lang geht es in Patrick Bahners' Rezension mehr um Gustave Dore, den Helden in Walter Moers' Roman, als um den Roman selbst. Wer jedoch vermutet, dass der dem Rezensenten dann wohl nicht gefallen haben dürfte, liegt daneben: raffiniert findet er schon den Anfang, der klar mache, dass hier die Geschichte von Dore als "romantisches Kunstmärchen" erzählt wird. Im narrativen Abschreiten der 21 Bildtafeln von Dore erweist sich dann, dass dieser neue Roman das "kühnste Experiment" des Comiczeichners darstellt. Die Absicht des Autors ist, so Bahners, die "Enthüllung des Offenkundigen" - und das gelingt nach Meinung des Rezensenten. Die Sprache, die Moers dafür wählt, erweist sich als genau das richtige Instrument für dieses Ziel, eine präzise Beschreibung der Bildtafeln. Eher erstaunlich bei der Vorgeschichte des Autors (Stichwort: "Kleines Arschloch") findet es Bahners, dass die, wie er gebildet formuliert, "pantagruelischen Seiten" Dores, vor allem eben die Rabelais-Illustrationen, ganz ausgeblendet bleiben. Dennoch: die Besprechung endet mit dem "großen Lob" des Kritikers, dass dieser Roman in seinem Bezug von Text auf Bild "noch Comic ist".
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